Flüchtlinge im Land

Die Angst, das ist dein größter Feind,
bringt auseinander, was vereint.
Die Angst, dass sich was ändern wird.
und man Macht und Geld verliert.

So auch die Angst, weil Fremde hier
in deinem deutschen Staatsrevier.
Entflohen einem Schlachttermin
im fürchterlichen Kriegsregime.

Du denkst nicht an die vielen Qualen,
willst auch den Grund dir nicht ausmalen,
weshalb die Fremden danach streben
die eigene Heimat aufzugeben.

Hast Angst vor fremden Ritualen.
vor den vielen Asozialen, 
vor Leuten, die nur abkassieren
und dadurch Reichtum reduzieren.

Angst, dass man deinen Luxus teilt
und dich dann selbst die Not ereilt,
um dann auch zu kurz zu kommen.
weil andere dir was weggenommen.

Woher kommt die Angst vor Armut
und der Hass, der Groll, der Zorn, die Wut
der Glaube, man sei selbst bedürftig,
im eignen Land bald unterwürfig?

Es sind die Werte, die du lebst
was wichtig ist, was du anstrebst. 
Wenn du meinst, du musst vergleichen
dich mit Schönen und den Reichen,
stets den Standard aufzustocken
und dem Wohlstand zu frohlocken.
Dafür morgens aufzustehen
und pflichtbewusst zur Arbeit gehen.

Doch auch Gedanken an das Morgen
um für das Alter vorzusorgen,
weil du ängstlich prophezeist,
was die Zukunft dir erweist.

Die Angst ist jedoch nur Vision
eine mögliche Version,
was vielleicht mal kommen mag
an einem weit entfernten Tag.

So lässt die Angst sich nur bezwingen
wenn es wird dir gut gelingen
bewusst im Hier und Jetzt zu leben,
dem Augenblick dich hinzugeben.

Es sind die Werte, die du lebst
was wichtig ist, wonach du strebst.
Ob Liebe, Frieden, Toleranz,
ob Freiheit, Mut und Akzeptanz.
Für andere da zu sein in Not
und helfen, wenn sie sind bedroht.
Egal ist dabei die Nation,
und auch die fremde Religion,
denn die sind nur von Menschenhand
der Seele sind sie unbekannt. 

Melanie Aue