Wissen rund ums Frausein
Wissen rund ums Frausein

                                 aus naturheilkundlicher Sicht.

 Sicherlich haben Sie es schon gemerkt: Als Heilpraktikerin sehe die Welt nicht nur mit wissenschaftlichen Augen, sondern räume auch geist-seelischen Prozessen einen Platz ein. Deshalb unterscheiden sich meine Theorien und Empfehlungen von der pathophysiologischen Lehrmeinung der Schulmedizin und werden von dieser auch nicht anerkannt.

Letztendlich beruhen die hier aufgeführten Theorien und  Anleitungen auf Erfahrungen einiger naturheilkundlicher Therapeuten und sind wirklich nur als Empfehlungen zur Selbsthilfe gedacht. Auf keinen Fall ersetzen sie den Besuch beim Arzt oder Heilpraktiker. Deshalb meine Bitte: Lassen Sie alle Ihre Beschwerden und Erkrankungen schulmedizinisch abklären. 

 Die meisten der folgenden Artikel sind Veröffentlichungen aus der "PINNWAND", meinem Newsletter, den Sie gerne anfordern dürfen. Schreiben Sie mir hierzu einfach eine Mail >klick< oder nutzen Sie folgendes Anforderungsformular.
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Die Menstruation:   
                   Unnütz und altmodisch? 

 In alten Zeiten beging man die erste Menstruation mit einem Initiationsritual, in dem das heranreifende Mädchen für den Eintritt in die neue Lebensphase beglückwünscht und als fruchtbare Frau gewürdigt wurde. Die Fruchtbarkeit, die den Fortbestand eines Clans sicherte, räumte den Frauen das Privileg ein, sich während der Blutung einmal im Monat in Mondhütten zurückziehen. Während dieser Zeit waren die Frauen von jeglichen Pflichten befreit, weder mussten sie Beeren sammeln, noch den Tauschgeschäften oder der Kindererziehung nachgehen. Sie konnten sich ihrer Spiritualität und sich selbst zuwenden. (siehe auch "Die Mondhütte")

Mit Beginn des Patriarchats und der Anpassung des Kalenders an den Sonnenrhythmus, gerieten die zyklischen Mondabläufe in den Hintergrund. Doch nicht nur das, sondern die Regelblutung wurde als unrein angesehen. Bereits um 65 n. Chr. schrieb Plinius der Ältere:   

„Aber es lässt sich nicht leicht etwas finden, was bemerkenswerter ist als der Blutfluss der Frauen. Jede Berührung damit verdirbt die Ernten, verheert die Gärten, tötet Keime ab, lasst die Früchte vom Baum fallen, tötet Bienen; berührt sie den Wein, so wird er zu Essig, die Milch wird sauer… sogar Bronze und Eisen werden augenblicklich rostig und erfüllen die Luft mit entsetzlichem Gestank. Hunde, die daran lecken, werden toll und ihr Biss ist unheilbar giftig…“

 

 

 

Über lange Zeit hielten sich diese „Weisheiten“, sodass Frauen während der Regelblutung der Zugang zur Kirche verwehrt wurde und sie als „unrein“ galten.

Heute hat sich die Situation insofern geändert, als dass nichts im weiblichen Körper als so störend empfunden wird, wie die Regelblutung. Vorzugsweise ist sie unsichtbar, verläuft im Geheimen. Die Frau muss auch während ihrer Menstruation zu 100% funktions- und einsatzbereit sein. Oder noch besser, man hat erst gar keinen Zyklus: Die Pille steuert und regelt den Zyklus oder lässt ihn bei ständiger Einnahme auch ganz verschwinden. Die Frau: Eine für den Arbeits- und Familienmarkt ständig gleich funktionierende Einheit mit überflüssiger Blutung. 

  

Die Pille- Lösung aller Probleme? 

Die Anti-Baby-Pille scheint hier für viele Frauen die Lösung zu sein. Nicht nur, dass sich damit der Zyklus modellieren und den Umständen entsprechend anpassen lässt, manche Frauen verhindern mit einer Dauereinnahme sogar ihren Zyklus, so wie das auch bei Hormonspiralen der Fall ist. 
Leider ist diese Vorgehensweise höchst unnatürlich, dem Körper unbekannt.   

Denn das Ziel des weiblichen Zyklus ist nicht die Monatsblutung, sondern die Fortpflanzung. Dafür richtet die Gebärmutter Monat für Monat ein neues Kinderzimmer ein. Bleibt eine Befruchtung und damit das Baby aus, kommt es zum erneuten "Renovieren". Durch den Aufbau und Abbau der Gebärmutterschleimhaut ist die Frau ein rhythmisches Wesen. 

Die Folgen der Pille und ganz besonders die Folgen der Dauereinnahmen eines Anti-Baby-Hormons als Eingriff in den Hormonhaushalt sind nach meiner Ansicht derzeit nicht absehbar. Da sich alle Hormone untereinander beeinflussen und die Medizin bei weitem noch nicht alle Hormone im menschlichen Körper identifizieren und nachweisen kann, kann meines Erachtens auch keine Aussage darüber getroffen werden, in welcher Art und Weise die Gewebe, Organe oder auch die Psyche durch die synthetischen Dauer-Hormone beeinflusst und verändert werden. Bereits heute ist aber bewiesen, dass neben dem Wasserhaushalt, der Nebennieren- und Leberfunktion auch das Brustkrebsrisiko beeinflusst wird. 

 

Menstruationskäppchen 

Es sind nicht nur die riesigen Mengen an Plastik und Müll, die mit Wegwerf-Menstruationshygiene produziert werden und teilweise bis zu 500 Jahre benötigen, um zu verrotten, sondern auch die mittlerweile als kritisch zu betrachtende Anzahl an chemischen und gesundheitsschädlichen Stoffen, die den Hygieneartikeln zugesetzt werden. Hierzu gehören Dioxin, Furan, Chlor und oftmals allergieauslösende Duftstoffe, damit Frau „untenrum“ gut riecht…

Eine Alternative sind wiederverwendbare Binden, Slipeinlagen und sogenannte Menstruationstassen oder -käppchen. 

 

Bereits im Jahre 1937 ließ Leona Chlamers in Philadelphia ein Menstruationskäppchen patentieren. Derzeit aus hartem Gummi gefertigt, erscheinen die Käppchen heute aus medizinischem Silikon und werden in unterschiedlichen Größen, Härten und Farben im Handel angeboten. 

Wiederverwendbare und schadstofffreie Menstruationshygiene finden Sie mittlerweile in Drogeriemärkten und im Internet. 

 

Umstieg auf ein Menstruationskäppchen?

  • Achten Sie auf gute Qualität, die frei von Weichmachern ist. Sie können die Tassen direkt im Internet oder mittlerweile auch in Drogeriemärkten erwerben. 
    Möchten Sie die Menstruationskäppchen vorher ansehen und anfassen, lade ich ich Sie gern in meine Praxis ein. Ich habe mehrere Demonstrationsmodelle in verschiedenen Materialien und Größen zum Anfassen vorliegen.

  • Achten Sie auf die richtige Hygiene Ihres Menstruationskäppchens. Vor dem ersten Gebrauch empfielt sich ein Auskochen über 10 Minuten.
    Während der Regel reicht das Auswaschen mit Wasser, nach der Regel sollte die Tasse mit Wasser ausgekocht und bis zur nächsten Regel in einem luftigen Säckchen gelagert werden. 

  • Die Handhabung der Menstruationskäppchen muss ein wenig geübt werden. Erfahrungsgemäß dauert es bis zu 2 Zyklen, bis die Frau sich damit vertraut und sicher fühlt. Das Käppchen wird "gefaltet" und wie ein Tampon eingeführt. Es entsteht ein Unterdruck, wodurch das Käppchen dicht abschließt. 
    Nähere Infos finden Sie unter feecup.de.

 

Quellen:
Nähere Informationen auf feecup.de

 

 

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Heldin auf Zeit - 
                     die schmerzhafte Regel

Zyklen und Rhythmen

Unser Leben ist bestimmt durch Rhythmen. Da gibt es große Rhythmen, wie etwa der Sieben- Jahre- Rhythmus, demzufolge sich die Frau alle sieben Jahre körperlich und seelisch wandelt. Und es gibt die kleinen Rhythmen, wie die Jahreszeiten, Tag und Nacht oder auch die monatlichen Rhythmen, die vor allem Frauen durch die jeden Monat einsetzende Regelblutung wahrnehmen. 
Und vielleicht machen diese rhythmischen Veränderungen des weiblichen Hormonkreislaufs erst das Frausein aus. Denn durch sie hat die Frau einen Zyklus mit wechselndem, hormonellem Einfluss. In der ersten Zyklushälfte sorgen vor allem Östrogene zu einer Ausreifung gesunder und kräftiger Eizellen und gleichzeitig zu einem Aufbau der Gebärmutterschleimhaut. 
Auch der Eisprung wird hormonell geregelt. Bei den meisten Frauen ist der Eisprung in der Mitte des Zyklus. Eine Zeit, in der die Frau attraktiv ist, die Haut ist reiner als sonst, die Haare liegen besser, die Frau ist ausgeglichener und überhaupt… die Natur setzt alles daran, die Frau sexuell attraktiv zu machen. Natürlich nur, um den Fortbestand der Menschheit zu sichern ;-). 
Danach folgt die zweite Zyklushälfte. Die fruchtbare Phase ist vorbei. Jetzt dominiert das Progesteron, das die Einnistung eines befruchteten Eies ermöglicht und eine Schwangerschaft unterhalten soll. 
Bleibt eine Befruchtung der Eizelle aus, kommt es zu einem Abfall der weiblichen Hormone, damit die aufgebaute Gebärmutterschleimhaut über die Regelblutung abgestoßen werden kann. Und damit beginnt ein neuer Zyklus. Monat für Monat. Jahr für Jahr.

 

Die Regel auf Chinesisch1

In der Chinesischen Medizin wird die Menstruation TAN GUI, das „Himmlische Wasser“ genannt. Die erste Menstruation ist die „Ankuft des Himmlischen Wassers“ und die Menopause der „Stillstand des Himmlischen Wassers“.
Dieses Himmlische Wasser ist pure Lebensenergie. Energie, die im Falle einer Schwangerschaft im Körper verbleibt, um den Embryo mit Substanz und Energie zu versorgen, um den Fötus lebendig zu halten. Bleibt eine Schwangerschaft aus, verliert die Frau dieses energiereiche ‚Himmlische Wasser‘ über die Menstruationsblutung. Manche Frauen reagieren deshalb auf die Menstruation mit Schwäche, mit dem Gefühl, sich vermehrt ausruhen zu müssen, nicht belastbar zu sein. In China gilt die Menstruationszeit deshalb als eine besondere Zeit. Tatsächlich bekommen Frauen in vielen Firmen arbeitsfrei, damit sie sich schonen und ihre Arbeitskraft über einen langen Zeitraum erhalten bleibt.

 

Schmerz und Quälerei 

Die ersten geschichtlichen Hinweise auf Menstruationsbeschwerden sind tatsächlich 5000 Jahre alt. Das könnte den Anschein geben, Menstruationsschmerzen seien normal, das war schon immer so. Und tatsächlich bedeutet die Regelblutung für viele Frauen und Mädchen eine Zeit der Qualen. Normalerweise aber, und von der Schöpfung so angelegt, verläuft die Abstoßung der Gebärmutterschleimhaut in leichten, schmerzlosen Kontraktionen, die durch Gewebshormone gesteuert werden. Zieht sich die Gebärmutter jedoch übermäßig stark und länger als üblich zusammen, kann es zu kolik- oder krampfartigen Regelschmerzen im Unterleib kommen. Diese können auch noch ausstrahlen in andere Körperregionen wie den Rücken oder die Oberschenkel. Sogar eine Darmbeteiligung mit Durchfall oder Stuhlverstopfung, Begleiterscheinungen wie Übelkeit und Erbrechen sind genauso möglich, wie Kopfschmerzen, Migräne oder Stimmungsschwankungen. Nicht selten ist die Frau in dieser Phase komplett außer Gefecht gesetzt.

Starke Menstruationsschmerzen sollten immer gynäkologisch abgeklärt werden, da beispielsweise Myome oder Endometriose dafür verantwortlich sein können. Meistens handelt es sich aber um ein hormonelles Ungleichgewicht, welches schulmedizinisch mit Schmerzmitteln oder der Antibaby-Pille „behoben“ wird. Und damit nimmt die Frau manchmal über Jahrzehnte täglich synthetisch hergestellte Hormone ein.

 

Schmerzhafte Regel - eine Krankheit?

In der Chinesischen Medizin gibt es eigentlich keine Namen für bestimmte Krankheiten. Vielmehr werden alle
 vorhandenen Symptome in sogenannte Syndrome eingeteilt. Das erfordert eine genaue Anamnese und Untersuchung jeder einzelnen Patientin. Die TCM sagt, dass Schmerzen im Körper entstehen können, wenn Qi, die Lebensenergie, nicht richtig fließen kann. Manchmal fließt sie nicht richtig, weil zu wenig Energie vorhanden ist = Leere, manchmal aber auch, weil sie gestaut ist. Beide Ursachen können zu schmerzhaften Regelblutungen führen, aber beide werden chinesisch komplett anders behandelt.

 

Weniger Schmerzen durch Akupunktur und Akupressur?

Um den blockierten Energiefluss, also die Qi-Stagnation zu lösen, eignet sich nach Ansicht der TCM besonders gut die Akupunktur. Es gibt aber auch einige pauschale Akupunkturpunkte, die massiert werden können als sogenannte Akupressur. Ob Regelschmerzen genauso gut über Akupressur zu behandeln sind, wie mit Schmerztabletten oder hormoneller Medikation, das untersuchten Forscher der Charité in Berlin2. Dazu baten sie 221 betroffene Frauen zwischen 18 und 34 Jahren, ihre Regel und die damit verbundene Beschwerden zu beschreiben. Die Hälfte der Probandinnen erhielt dann vor jeder Menstruation eine Anleitung für eine selbst durchzuführende Akupressur.

Zum Ergebnis: Nach drei Monaten erreichten 37% der Akupressurgruppe tatsächlich eine Schmerzreduktion um die Hälfte, nach 6 Monaten sogar 58% der Patientinnen. Dabei war nicht nur die Schmerzintensität reduziert, sondern die Frauen konnten auch die Einnahme der Schmerztabletten deutlich reduzieren. 
Sind Sie interessiert an den Akupressurpunkten? In der Praxis berate ich Sie gern.

 

1
Chinesisch meint hier die 'Traditionelle Chinesische Medizin' TCM.
Hinweis: Alle hier vorgestellten Methoden sind nicht wissenschaftlich bewiesen und werden deshalb nicht von der Schulmedizin anerkannt. 

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Quelle: http://www.ajog.org/article/S0002-9378%2817%2932335-9/fulltext?utm_source=+Nr. +584&utm_medium=email&utm_campaign=BDH-Newsletter https://www.charite.de/service/pressemitteilung/artikel/detail/akupressur_bei_regelschmerzen/

 

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Soziales Projekt für Mädchen in Afrika

 Die Menstruation ist immer noch ein TABU. Und das nicht nur hierzulande. In den afrikanischen Ländern sind die Probleme viel gravierender. Studien haben gezeigt, dass Mädchen aus Angst vor befleckter Kleidung bis zu 20% ihrer Schulzeit verpassen. Denn in weiten Teilen Afrikas müssen sich die Mädchen das Geld für Menstruationshygiene selbst zusammensparen. Und so verwenden sie aus Geldmangel alte Zeitungen, Socken oder einfach nur Lehm. Die Folgen sind, neben unzureichendem Schutz der Wäsche, auch Infektionen.

BUY ONE, GIVE ONE
Die Firma „Ruby Cup“ hat hierfür 2010 ein Sozialprojekt ins Leben gerufen. Frei nach dem Motto „eins für dich und eins für mich“, erhält ein kenianisches Mädchen für jedes verkaufte Ruby Cup Menstruationstässchen kostenlos ebenfalls ein Ruby Cup. Und damit ist das Mädchen über seine gesamte Schulzeit mit Menstruationshygiene versorgt.
Mittlerweile trägt das Projekt erste Früchte. Denn Vergleichszahlen bestätigen, dass die Mädchen, dank der Menstruationstasse, weniger dem Unterricht fernbleiben, sich besser konzentrieren und einfach unbeschwerter sein können.

Auch die Vereinigung „Femme International“ sieht den direkten Einfluss und die Veränderung, die das Menstruationstässchen für junge Mädchen in Afrika darstellt: „Durch Ruby Cup steigt das Selbstvertrauen der Mädchen stark an und sie können im Unterricht bleiben. Wer das Thema Menstruationshygiene anspricht, schneidet auch gleichzeitig das Thema Gleichberechtigung an, und die Verteilung der Ruby Cups ist ein großer Teil von Femmes Mission, Frauen durch Bildung zu fördern und zu unterstützen.”

Dass das Menstruationstässchen hypoallergen, schadstofffrei und umweltschonend ist, versteht sich dabei von selbst, und, wie bei allen anderen Menstruationstässchen auch, wird ein Austrocknen der Scheidenschleimhaut verhindert. Und damit verringert sich auch die Gefahr vaginaler Infektionen.

Quelle und nähere Infos zu diesem Sozialprojekt finden Sie unter http://www.ruby-cup.com/de/soziale-mission

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Ein gutes Bauchgefühl...

Wir haben es verloren: Das Bauchgefühl, dem wir als Kind vertrauten. Das Lebensgefühl, das uns ein Gespür für uns selbst und unsere Umwelt gibt.
Dahingegen wird unser Kopf, die „Vernunft-Zentrale“ und der Ort intellektueller Fähigkeiten,  bereits bei Kleinkindern in vollem Maße gefördert. Ob Englisch für die Kleinen, Kinderuni oder Matheolympiade. Da sind den Erfindungen, die Denkfähigkeit und Ratio zu schulen, keine Grenzen gesetzt. 

Und der Bauch? Der findet heute nur Anerkennung, wenn er eigentlich gar nicht vorhanden ist.

Dabei sind der Bauch und das Hirn miteinander verwandt. In der Entwicklung eines neuen Menschenlebens bildet sich bereits in der Frühschwangerschaft das sogenannte Neuralrohr, eine Ansammlung von Nervenzellen. Ein Teil dieser Zellen wird später vom Kopf umschlossen, der andere Teil legt sich um den Darm. Und so haben zeitlebens Millionen von Nervenzellen in unserem Bauch ein Eigenleben. Sie lassen Schmetterlinge in der ersten Liebe entstehen oder das Glücksgefühl, wenn man einer unangenehmen Situation entkommen ist. Ebenso lassen sie aber auch eine beschleunigte Darmpassage, einen ständigen Harndrang oder eine erbärmliche Übelkeit aufkommen bei Gefühlen wie Aufregung, Wut oder Angst.

Mittlerweile können Neurowissenschaftler das beweisen, was Menschen seit Jahrtausenden schon intuitiv wissen: Das Bauchhirn erkennt im Vorfeld, was uns Angst macht oder was uns Kummer bereitet. Und um diese unangenehmen Emotionen abzuwenden, hilft es uns, solche Entscheidungen zu treffen, die dem Herzen gut tun.

                                               

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Die Mondhütte
                         - ich bin mal kurz weg...

 

Die Schleimhaut der Gebärmutter unterliegt zyklischen Auf- und Abbauvorgängen. Der optimale Zyklus dauert 28 Tage, genau so lang, wie der Zyklus des Mondes ist. In Urzeiten, als die Menschen noch innig mit der Natur verbunden waren, menstruierten die Frauen zur Zeit des Neumonds. Die Frauen kamen während ihrer Menstruation in Hütten zusammen und aus dieser Zeit stammt auch der Begriff „Mondhütte“. Dort führten sie Gespräche und bereiteten sich auf einen neuen Fruchtbarkeitszyklus vor. Diese Mondhüttenzeit war ein wichtiger Prozess, um Kraft zu  schöpfen. Kraft für einen neuen Zyklus. Kraft, um sich um den Clan und die Familie zu kümmern. Die Zeit der Menstruation war eine Zeit des Rückzugs aus dem Alltagsleben. Eine regenerierende  Pause, um die „Batterie“ wieder aufzuladen.

Auch heute sollten wir uns dieser „Pause vom Alltag“ bewusst werden und dabei ist es einerlei, ob der Rückzug während der Menstruation stattfindet oder zu einer anderen Zeit. Diese Zeit können Sie für sich gestalten, mit Dingen, die Ihnen Freude bereiten wie einem Vollbad in Kräutern oder duftendem Schaum, einer Verabredung mit einer lieben Freundin im Cafè oder auch nur das Lesen einer berührenden Geschichte. 

Wir Frauen brauchen die schöpferische Pause, um gesund und kraftvoll zu bleiben. Denn nichts ist dem weiblichen Körper und seinem Geist unzuträglicher, als immer die gleichen, linearen Abläufe und der Zwang, jederzeit fremde Erwartungen erfüllen zu müssen.

Und deshalb ist eine emanzipierte Frau nicht diejenige, die in jeder Hinsicht ihren Mann stehen oder vielleicht sogar den Mann kopieren und ersetzen will. 
Emanzipation bedeutet „Loslösung“. Und diese Loslösung meint nicht die Loslösung vom lebensnotwendigen Rhythmusgefühl und zyklischen Abläufen. Es meint, seine Weiblichkeit frei leben zu dürfen.

 

Quelle:
Dr. Rosina Sonnenschmidt, eigene Aufzeichnungen verschiedener Seminare

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Medizin für Frauen

herzBis vor einigen Jahren gab es das einzig und allein in der Berliner Charité: Eine eigene Abteilung, in der medizinische Ansätze geschlechterspezifisch untersucht werden. „Gender Medicine“ nennt sie sich. Hier wird erforscht, welche Auswirkungen emotionale und soziale Faktoren auf die Gesundheit haben und welche Zusammenhänge es unter anderem zwischen dem Geschlecht und Krankheiten sowie der Verträglichkeit von Arzneimitteln gibt.

Nun also wird das Wissen, das seit Jahrhunderten die Weisen und Heiler besaßen, und welchem wir beispielsweise in der Homöopathie Beachtung schenken, endlich wissenschaftlich! Dass neben den pharmakologischen Aspekten auch die unterschiedliche Rollenverteilung mit in die Forschung einbezogen wird, ist sehr anerkennenswert und sicherlich ein Zeichen der Emanzipation der Frau in unserer Gesellschaft.

Bis dahin aber war es ein weiter Weg.
Schon immer hatten Frauen eine ganz besondere  Beziehung zum Thema Frauenkrankheiten und Heilung. Waren es bis ins Hochmittelalter die weisen Frauen, die das Wissen um Heilkräuter, Geburt, Gesundheit und Krankheit mündlich überlieferten, sollte sich dieses im Laufe der Zeit dramatisch ändern. Ab dem 15. Jh gewannen frauenfeindliche Erlasse die Überhand, die Frauen nicht nur den Zugang zu Lehrstätten verboten, sondern auch jegliche Art heilerischer Tätigkeit. Widersetzungen wurden, meist im Namen der Kirche, bestraft- oftmals mit dem Tode. Die weisen Frauen: verfolgt, verbrannt und ausgerottet. Und all das ist erst 300 Jahre her. Die letzte sicher überlieferte Hexenhinrichtung fand 1793 in Preußen statt. 

frau

Wann nun eigentlich die Geburtsstunde der Gynäkologie stattfand, ist nicht sicher. Hierzu gibt es unterschiedliche Meinungen und Schriften. Zwar gab es zu allen Zeiten Hebammen, deren Tätigkeit wurde im Mittelalter aber degradiert. Frauen durften nicht studieren und der später entstandene Berufsstand der Krankenschwester war lediglich für Handreichungen ausgebildet. Eine neue, männlich geprägte, wissenschaftliche Frauenheilkunde eroberte diesen Bereich. 

Erst 1880 schloss in Leipzig die erste Frau in Deutschland ihr Medizinstudium mit einem Staatsexamen ab. Hope Bridges Adams Lehmann. Sie praktizierte als Ärztin und Gynäkologin. 

Uns HeilpraktikerInnen ist es erst seit 2001 erlaubt, die Erkrankungen der Geschlechtsorgane zu behandeln. Und es ist eine Chance. Eine Chance, das neue und alte Wissen um die Heilkräuter, traditionelle Heilübungen, Mineralsalze und Homöopathie zum Wohle aller Frauen einzusetzen. 

Egal welchen Alters, welcher Nationalität und welcher Religion.

Einige Ansichten aus unterschiedlichen Epochen:

  • Hippokrates und Aristoteles schätzten den weiblichen Anteil an der Zeugung des neuen Lebens als sehr gering ein. Nach ihren Vorstellungen entwickeln sich männliche Kinder in der rechten Gebärmutterhälfte, da diese näher an der Leber ist und so das Kind besser versorgt sei. Mädchen lediglich in der linken Hälfte.
  • Dr. Charles Meigs lehrte seinen Studenten 1848: Das Studium der weiblichen Organe werde sie in den Stand setzen, "das Innerste, das Bewusstsein und die Seele der Frauen zu verstehen und zu kontrollieren"
  • 1860, Isaac Ray: „Die Ursache für die Neigung der Frauen zu Hysterie, Irrsinn und Kriminalität liegt in ihren Geschlechtsorganen.“
  • 1872, Dr. Robert Batteys,  Entfernung der Eierstöcke führt zur  "Heilung von Wahnsinn“.

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