Aus der Naturheilkunde: Wissen rund ums Frausein


Freitag, 01.05.2020

Mondhütte - ich bin mal kurz weg

von Melanie Aue

Die Schleim­haut der Ge­bär­mut­ter un­ter­liegt zy­kli­schen Auf- und Ab­bau­vor­gän­gen. Der op­ti­ma­le Zy­klus dau­ert 28 Tage, genau so lang, wie der Zy­klus des Mon­des ist. In Ur­zei­ten, als die Men­schen noch innig mit der Natur ver­bun­den waren, men­stru­ier­ten die Frau­en zur Zeit des Neu­monds. Die Frau­en kamen wäh­rend ihrer Men­strua­ti­on in Hüt­ten zu­sam­men und aus die­ser Zeit stammt auch der Be­griff „Mond­hüt­te“. Dort führ­ten sie Ge­sprä­che und be­rei­te­ten sich auf einen neuen Frucht­bar­keits­zy­klus vor. Diese Mond­hüt­ten­zeit war ein wich­ti­ger Pro­zess, um Kraft zu schöp­fen. Kraft für einen neuen Zy­klus. Kraft, um sich um den Clan und die Fa­mi­lie zu küm­mern. Die Zeit der Men­strua­ti­on war eine Zeit des Rück­zugs aus dem All­tags­le­ben. Eine re­ge­ne­rie­ren­de Pause, um die „Bat­te­rie“ wie­der auf­zu­la­den.

Auch heute soll­ten wir uns die­ser „Pau­se vom All­tag“ be­wusst wer­den und dabei ist es ei­ner­lei, ob der Rück­zug wäh­rend der Men­strua­ti­on statt­fin­det oder zu einer an­de­ren Zeit. Diese Zeit kön­nen Sie für sich ge­stal­ten, mit Din­gen, die Ihnen Freu­de be­rei­ten wie einem Voll­bad in Kräu­tern oder duf­ten­dem Schaum, einer Verab­re­dung mit einer lie­ben Freun­din im Cafè oder auch nur das Lesen einer be­rüh­ren­den Ge­schich­te.

Wir Frau­en brau­chen die schöp­fe­ri­sche Pause, um ge­sund und kraft­voll zu blei­ben. Denn nichts ist dem weib­li­chen Kör­per und sei­nem Geist un­zu­träg­li­cher, als immer die glei­chen, li­nea­ren Ab­läu­fe und der Zwang, je­der­zeit frem­de Er­war­tun­gen er­fül­len zu müs­sen.

Und des­halb ist eine eman­zi­pier­te Frau nicht die­je­ni­ge, die in jeder Hin­sicht ihren Mann ste­hen oder viel­leicht sogar den Mann ko­pie­ren und er­set­zen will.

Eman­zi­pa­ti­on be­deu­tet „Los­lö­sung“. Und diese Los­lö­sung meint nicht die Los­lö­sung vom le­bens­not­wen­di­gen Rhyth­mus­ge­fühl und zy­kli­schen Ab­läu­fen. Es meint, seine Weib­lich­keit frei leben zu dür­fen.


Quel­le:
Dr. Ro­si­na Son­nen­schmidt, ei­ge­ne Auf­zeich­nun­gen ver­schie­de­ner Se­mi­na­re

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Hinweis:

Sicherlich haben Sie es schon bemerkt: Als Heilpraktikerin sehe die Welt nicht nur mit wissenschaftlichen Augen, sondern räume auch geist-seelischen Prozessen einen Platz ein. Deshalb unterscheiden sich meine Theorien und Empfehlungen von der pathophysiologischen Lehrmeinung der Schulmedizin und werden von dieser auch nicht anerkannt.

Deshalb beachten Sie bitte, dass die hier aufgeführten Theorien und Anleitungen auf Erfahrungen naturheilkundlicher Therapeuten beruhen und wirklich nur als Empfehlungen zur Selbsthilfe gedacht sind. Auf keinen Fall ersetzen sie den Besuch beim Arzt oder Heilpraktiker. Deshalb meine Bitte: Lassen Sie alle Ihre Beschwerden und Erkrankungen schulmedizinisch abklären, bevor Sie sich selbst behandeln. 


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