An meiner Pinnwand finden Sie wechselnde Informationen zur Naturheilkunde. Dabei handelt es sich um Themen, die mich beschäftigen oder bewegen, um Anregungen für Ihre Gesundheit, um Theorien zur Naturheilkunde, um Rezepte, Anleitungen, Gedichte oder Gedanken.

Und da ich als Heilpraktikerin die Welt nicht nur mit wissenschaftlichen Augen sehe, sondern auch geist-seelischen Prozessen einen großen Platz einräume, unterscheiden sich meine Theorien und Empfehlungen in diesen Artikeln von der pathophysiologischen Lehrmeinung der Schulmedizin und werden von dieser auch nicht anerkannt.

Letztendlich beruhen die hier aufgeführten Theorien und Anleitungen auf Erfahrungen einiger naturheilkundlicher Therapeuten und sind wirklich nur als Empfehlungen zur Selbsthilfe gedacht. Auf keinen Fall ersetzen sie den Besuch beim Arzt oder Heilpraktiker. Deshalb meine Bitte: Lassen Sie alle Ihre Beschwerden und Erkrankungen schulmedizinisch abklären, bevor Sie sich selbst behandeln.

Freitag, 03.04.2020

Wie die Homöopathie Sie wieder in die Mitte bringt

von Melanie Aue

Es geht ums Ganze.

 Die Ho­möo­pa­thie ist an­ders. An­ders als die Schul­me­di­zin, wo der ein­zel­ne The­ra­peut sei­nen Blick nur auf ein­zel­ne Ge­we­be oder Or­ga­ne rich­tet (und das macht jeder The­ra­peut si­cher­lich nach bes­tem Wis­sen und Ge­wis­sen).
In der Ho­möo­pa­thie geht es ums Ganze. ​Um Sie als In­di­vi­du­um mit Ihrem Kör­per, Ihrem Geist und Ihrer Seele. Und dabei möch­te ich als Ho­möo­pa­thin wirk­lich alles ganz exakt wis­sen: Wie sich genau die Rücken- oder Kopf­schmer­zen an­füh­len, ob Ihr Schlaf er­hol­sam ist, wel­che Le­bens­mit­tel sie un­glaub­lich gern essen, ob Sie frös­te­lig sind oder ob Ihnen im­mer­zu heiß ist usw. Und ganz be­son­ders in­ter­es­siert mich Ihre Ge­müts­ver­fas­sung: Sind Sie lie­ber al­lein oder in Ge­sell­schaft, lie­ber drin­nen oder drau­ßen, eher be­ob­ach­tend oder be­stim­mend, und und und.  All' diese In­for­ma­tio­nen bie­ten mir die Mög­lich­keit IHR ho­möo­pa­thi­sches Kon­sti­tu­ti­ons­mit­tel zu fin­den.

 

Ein biss­chen Theo­rie

Hier­zu muss ich viel­leicht etwas aus­ho­len. 
Um das pas­sen­de ho­möo­pa­thi­sche Mit­tel für Sie zu fin­den, glei­che ich Ihre Sym­pto­me und Emp­fin­dun­gen mit einer "Da­ten­bank" ab. Hier sind all die­je­ni­gen ho­möo­pa­thi­schen Mit­tel ver­zeich­net, die ge­sun­de Men­schen ein­ge­nom­men haben, um her­aus­zu­fin­den, wel­che Sym­pto­ma­tik sich bei der Ein­nah­me ent­wi­ckelt. Mit an­de­ren Wor­ten: Nach An­sicht der Ho­möo­pa­thie soll ein ho­möo­pa­thi­sches Arz­nei­mit­tel bei einem Ge­sun­den genau sol­che Sym­pto­me ent­wi­ckeln, die es bei einem Kran­ken lö­schen soll. So eine Er­for­schung nennt man Arz­nei­mit­tel­prü­fung.
Heute ver­fü­gen wir über tau­sen­de von ho­möo­pa­thi­schen Arz­nei­mit­teln. Aus Pflan­zen, Me­tal­len, tie­ri­schen Ge­we­ben oder che­mi­schen Ele­men­ten. Um so eine Da­ten­bank mit allen Sym­pto­men und Emp­fin­dun­gen zu er­stel­len, braucht es Jahre, ach- Jahr­hun­der­te! Und viele, viele Ho­möo­pa­then. Tat­säch­lich hat mit so einer Da­ten­bank schon der Be­grün­der der Ho­möo­pa­thie, Dr. Sa­mu­el Hah­ne­mann be­gon­nen. Und mit bzw. nach ihm haben sie seine Schü­ler und deren Schü­ler und deren Schü­ler...diese Auf­lis­tun­gen wei­ter­ge­führt und wei­ter­ent­wi­ckelt.

 

Und ein biss­chen aus der Pra­xis

Eine ho­möo­pa­thi­sche Ana­mne­se in mei­ner Pra­xis kann bei­spiels­wei­se eine Samm­lung von fol­gen­den Sym­pto­men und Emp­fin­dun­gen her­vor­brin­gen:  

  • Die Pa­ti­en­tin ist sehr ge­fühls­be­tont, sanft und nach­gie­big,
    sorgt sich im­mer­zu um die Fa­mi­lie: es geht der Frau gut, wenn es der Fa­mi­lie gut geht
    über­haupt mag sie sehr gern in Ge­sell­schaft sein,
    viel­leicht ist sie ein wenig un­ent­schlos­sen
  • Schmer­zen und Krämp­fe bei der Re­gel­blu­tung mit klum­pi­gem Blut, viel­leicht setzt die Re­gel­blu­tung auch am 3. Tag aus und am 4. Tag wie­der ein;
  • viel­leicht hat sie auch Ge­lenk­schmer­zen, die mal am Ell­bo­gen und mal an Schul­ter oder Knie sind,
  • die Ver­dau­ung ist auch so ein Thema: sie ver­trägt schlecht Fet­ti­ges und hat oft­mals nach dem Essen ein Druck­ge­fühl im Magen; 
    und mal hat sie Durch­fall, manch­mal aber auch Ver­stop­fung;
  • und sie mag gern drau­ßen sein an der fri­schen Luft, ver­trägt aber kei­nen Regen und keine Nässe.

Als Ho­möo­pa­thin folgt nun meine Ar­beit: der Ab­gleich der Sym­pto­me und Emp­fin­dun­gen zwi­schen der Frau und der Da­ten­bank. Und tat­säch­lich gibt es bei die­ser Sym­pto­men­auf­zäh­lung ein ho­möo­pa­thi­sches Arz­nei­mit­tel, das genau sol­che Sym­pto­me in der Prü­fung er­zeugt hat: die Kü­chen­schel­le, Pul­sa­til­la pra­ten­sis. 
Für diese Frau ist Pul­sa­til­la DAS Kon­sti­tu­ti­ons­mit­tel, denn es um­fasst die Ge­samt­heit aller Sym­pto­me von Kör­per, Geist und Seele. 

 

Dabei kann Ihnen Ihr ein Kon­sti­tu­ti­ons­mit­tel be­hilf­lich sein

Ich bin immer wie­der fas­zi­niert, wenn eine Pa­ti­en­tin nach der Ein­nah­me ihres in­di­vi­du­el­len Kon­sti­tu­ti­ons­mit­tels in die Pra­xis kommt und strahlt. Und ich habe es nicht sel­ten er­lebt, dass "plötz­lich" meh­re­re läs­ti­ge Sym­pto­me bes­ser ge­wor­den oder weg­ge­blie­ben sind. Und das soll nach An­sicht der Ho­möo­pa­thie ein Kon­sti­tu­ti­ons­mit­tel er­rei­chen: Es soll den Men­schen in sei­nem gan­zen Sein stär­ken. Es soll ihn har­mo­ni­sie­ren und ein­fach gut­tun. Und wenn sich ein Mensch wohl­fühlt und in sei­ner Mitte ist, dann hat das auch eine po­si­ti­ve Wir­kung auf sein Im­mun­sys­tem. 
Wie genau das ho­möo­pa­thi­sche Mit­tel im Kör­per wirkt und wie es Re­ak­tio­nen her­vor­ruft, ist bis heute nicht ab­schlie­ßend ge­klärt.
Grund genug für Geg­ner oder selbs­t­er­nann­te Rea­lis­ten, die ganze Ho­möo­pa­thie ab­zu­tun und in­fra­ge zu stel­len: "Man muss wohl nur dran glau­ben"* 
Doch al­lein der Glau­be macht nicht heil....


*Man muss nur dran glau­ben-was Ho­möo­pa­thie und CDs ge­mein­sam haben... 

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