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Wednesday, 16.11.2022

Regelschmerzen und Knockout

von Melanie Aue

Monat für Monat wie­der: Schmer­zen bis hin zum Knock­out!

Manch­mal stel­len sie sich schon vor der Regel ein, manch­mal mit der Regel und es gibt auch Frau­en, die nach der Regel ge­sund­heit­li­che Be­schwer­den haben. Aber ist das nor­mal? Ge­hört es zum Frau­s­ein dazu, jeden Monat schmerz­er­füllt zu sein und 'seine Tage' nur mit Schmerz­ta­blet­ten und Wärm­fla­sche zu er­tra­gen?

Die Ant­wort ist ganz klar NEIN. Denn das ist von der Schöp­fung so nicht vor­ge­se­hen.

 

In die­sem Bei­trag zum Thema Re­gel­schmer­zen liest du

  • wie es zu Re­gel­schmer­zen kommt
  • wie die Chi­ne­si­sche Me­di­zin Re­gel­schmer­zen ein­ord­net
  • wie du dir selbst mit Aku­pres­sur hel­fen kannst
Bild von Pexels auf Pi­xa­bay-thanks💫

 

Schmerz­haf­te Regel - nor­mal oder krank?

Die ers­ten ge­schicht­li­chen Hin­wei­se auf Men­strua­ti­ons­be­schwer­den sind tat­säch­lich 5000 Jahre alt. Das könn­te den An­schein geben, Men­strua­ti­ons­schmer­zen seien nor­mal, das war schon immer so. Und schließ­lich lei­den die Mut­ter, die Freun­din und die Kol­le­gin auch jeden Monat. Nor­ma­ler­wei­se aber, und von der Schöp­fung so an­ge­legt, ver­läuft die Ab­sto­ßung der Ge­bär­mut­ter­schleim­haut in leich­ten, schmerz­lo­sen Kon­trak­tio­nen, die durch Ge­webs­hor­mo­ne ge­steu­ert wer­den. Zieht sich die Ge­bär­mut­ter je­doch über­mä­ßig stark und län­ger als üb­lich zu­sam­men, kann es zu kolik- oder krampf­ar­ti­gen Re­gel­schmer­zen im Un­ter­leib kom­men. Diese kön­nen auch noch aus­strah­len in an­de­re Körper­re­gio­nen wie den Rücken oder die Ober­schen­kel. Sogar eine Darm­be­tei­li­gung mit Durch­fall oder Stuhl­ver­stop­fung, Begleiter­schei­nun­gen wie Übel­keit und Er­bre­chen sind ge­nau­so mög­lich, wie Kopf­schmer­zen, Mi­grä­ne oder Stim­mungs­schwan­kun­gen. Nicht sel­ten ist die Frau in die­ser Phase kom­plett außer Ge­fecht ge­setzt.

 

Star­ke Men­strua­ti­ons­schmer­zen soll­ten immer gy­nä­ko­lo­gisch ab­ge­klärt wer­den, da bei­spiels­wei­se Myome oder En­do­me­trio­se dafür ver­ant­wort­lich sein kön­nen. Meis­tens han­delt es sich aber um ein hor­mo­nel­les Un­gleich­ge­wicht, wel­ches schul­me­di­zi­nisch mit Schmerz­mit­teln oder der An­ti­ba­by-Pille „be­ho­ben“ wird. Und damit nimmt die Frau manch­mal über Jahr­zehn­te täg­lich syn­the­tisch her­ge­stell­te Hor­mo­ne ein.

 

Bild von Mi­zia­nit­ka auf Pi­xa­bay 💫

 

Schmerz­haf­te Regel - was kann die Chi­ne­si­sche Me­di­zin?

In der Chi­ne­si­schen Me­di­zin gibt es ei­gent­lich keine Namen für be­stimm­te Krank­hei­ten. Viel­mehr wer­den alle vor­han­de­nen Sym­pto­me in so­ge­nann­te 'Syn­dro­me' ein­ge­teilt. Ein Syn­drom kannst du dir wie ein 'Klima' vor­stel­len, das in dei­nem Kör­per vor­herrscht. Und die­ses Klima hat eine Aus­wir­kung auf die Le­bens­ener­gie 'Qi'. Die Chi­ne­si­sche Me­di­zin sagt, dass 

 

Schmer­zen im Kör­per ent­ste­hen kön­nen, wenn Qi nicht rich­tig flie­ßen kann. 

 

Manch­mal fließt die Ener­gie Qi nicht rich­tig, weil zu wenig Ener­gie vor­han­den ist = Leere, manch­mal aber auch, weil sie ge­staut ist. Beide Ur­sa­chen kön­nen zu schmerz­haf­ten Re­gel­blu­tun­gen füh­ren, aber beide wer­den chi­ne­sisch kom­plett an­ders be­han­delt. 
Auch eine in­ne­re Kälte kann den Ener­gief­luss blo­ckie­ren, und das ist die häu­figs­te Ur­sa­che, die ich bei Frau­en mit Re­gel­schmer­zen in mei­ner Pra­xis er­fah­re. Diese in­ne­re Kälte kannst du ge­ge­be­nen­falls sogar spü­ren: all­ge­mei­nes Frie­ren, kalte Ober­schen­kel, kalte Füße oder einen kal­ten Bauch. Re­gel­schmer­zen, die durch Kälte her­vor­ge­ru­fen wur­den, wer­den durch Wär­mean­wen­dun­gen bes­ser. Da hel­fen die Wärm­fla­sche, das Kör­ner­säck­chen oder die Ba­de­wan­ne. 

The­ra­peu­tisch wende ich in die­sem Fall die Mo­xi­bus­ti­on an, ein altes Ver­fah­ren aus der Chi­ne­si­schen Me­di­zin, das über Ver­räu­chern von Bei­fuß­kraut Wärme in den Kör­per brin­gen kann. Zu Hause kannst du die­sen Ef­fekt un­ter­stüt­zen, indem du mehr warme Spei­sen und Ge­trän­ke zu dir nimmst. 

 

 

We­ni­ger Schmer­zen durch Aku­punk­tur und Aku­pres­sur?

Um den blo­ckier­ten Ener­gief­luss, also die Qi-Sta­gna­ti­on zu lösen, eig­net sich - nach der Lehre der Chi­ne­si­schen Me­di­zin - be­son­ders gut die Aku­punk­tur. Des­halb ist die Aku­punk­tur bei Re­gel­schmer­zen auch auf der In­di­ka­ti­ons­lis­te der 'Deut­schen Aku­punk­tur Ge­sell­schaft' auf­ge­führt. 

Zu Hause kannst du die Aku­punk­tur aber wun­der­bar un­ter­stüt­zen. Es gibt er­fah­rungs­ge­mäß ei­ni­ge pau­scha­le Aku­punk­tur­punk­te, die 'aku­pres­siert', also mas­siert wer­den kön­nen. Ob Re­gel­schmer­zen ge­nau­so gut über Aku­pres­sur zu be­han­deln sind, wie mit Schmerz­ta­blet­ten oder hor­mo­nel­ler Me­di­ka­ti­on, das un­ter­such­ten For­scher der Cha­rité in Ber­lin (s.u. Quel­le). Dazu baten sie 221 be­trof­fe­ne Frau­en zwi­schen 18 und 34 Jah­ren, ihre Regel und die damit ver­bun­de­ne Be­schwer­den zu be­schrei­ben. Die Hälf­te der Pro­ban­din­nen er­hielt dann vor jeder Men­strua­ti­on eine An­lei­tung für eine selbst durch­zu­füh­ren­de Aku­pres­sur.

Zum Er­geb­nis: Nach drei Mo­na­ten er­reich­ten 37% der Aku­pres­sur­grup­pe tat­säch­lich eine Schmerz­re­duk­ti­on um die Hälf­te, nach 6 Mo­na­ten sogar 58% der Pa­ti­en­tin­nen. Dabei war nicht nur die Schmer­zin­ten­si­tät re­du­ziert, son­dern die Frau­en konn­ten auch die Ein­nah­me der Schmerz­ta­blet­ten deut­lich re­du­zie­ren.

 

 

Das Ge­heim­nis der Wun­der­punk­te

Nun also zum Ge­heim­nis die­ser Wun­der­punk­te. Wich­tig ist, mit der Aku­pres­sur ei­ni­ge Tage vor der Re­gel­blu­tung zu be­gin­nen, um eine Blo­cka­de im Vor­feld zu ver­hin­dern. Üb­ri­gens: Eine Sta­gna­ti­on des Ener­gief­lus­ses be­merkst du meist durch eine Druck­schmerz­haf­tig­keit der ent­spre­chen­den Aku­pres­sur­punk­te. In der Chi­ne­si­schen Me­di­zin nen­nen wir diese Punk­te des­halb Ah Shi = „Aua - Punk­te“. Um den Ener­gief­luss an­zu­re­gen, ist es not­wen­dig, tief genug ins Ge­we­be zu drücken. Das kann durch­aus schmerz­haft sein. Be­hand­le des­halb die ent­spre­chen­den Punk­te nur so stark, wie es für dich noch an­ge­nehm ist. Dabei kannst du ent­we­der den Punkt nur drücken oder ihn mit gleich­blei­ben­dem Druck in Rich­tung des Pfeils mas­sie­ren.

 

An­wen­dung

  • ! Ach­tung: Führe die Aku­pres­sur nicht durch, 
    - wenn deine Schmer­zen neu auf­tre­ten und noch nicht schul­me­di­zi­nisch ab­ge­klärt sind,  
    - wenn die Haut oder das Ge­we­be am Aku­punk­tur­punkt ver­letzt, ver­än­dert oder ver­narbt sind.

 

  • Be­gin­ne 2-3 Tage vor der Men­strua­ti­on und mas­sie­re die Punk­te 2-3 x tgl.  Bei star­ken Re­gel­schmer­zen kannst du die Punk­te auch stünd­lich mas­sie­ren.

 

  • Wo du die Punk­te fin­dest, habe ich dir zu jedem Punkt auf­ge­führt.
    1 Cun ent­spricht 1 Dau­men­brei­te im Be­reich des Dau­me­nend­ge­lenks.

 

 

Das recht­zei­ti­ge Mas­sie­ren kann be­wir­ken, dass sich die Men­strua­ti­ons­schmer­zen we­ni­ger stark dar­stel­len oder sogar ganz aus­blei­ben. Al­ler­dings ist es in der Chi­ne­si­schen Me­di­zin so, dass immer alle in­di­vi­du­el­len Sym­pto­me zur The­ra­pie füh­ren. Des­halb kann es sein, dass du bei dei­nen Be­schwer­den eine an­de­re The­ra­pie be­nö­tigst. In­so­fern bie­tet die­ses "Aku­pres­sur­re­zept" weder ein Heil­ver­spre­chen noch eine Auf­for­de­rung, auf eine ärzt­li­che Un­ter­su­chung und Be­hand­lung zu ver­zich­ten. 

 

 

Du brauchst nä­he­re Infos? 
Oder bist in­ter­es­siert an einer Aku­punk­tur? 
Oder an einer The­ra­peu­ti­schen Frau­en-Mas­sa­ge? 
In mei­ner Pra­xis be­ra­te ich dich gern.

 

Ter­min on­li­ne bu­chen.

 

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Quel­le der Stu­die:https://www.cha­ri­te.de/ser­vice/pres­se­mit­tei­lung/ar­ti­kel/de­tail/aku­pres­sur_bei_re­gel­schmer­zen/

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Wichtige Hinweise:

In meinem Blog 'Natürlich. Gut zu wissen' findest du vielfältige Informationen zur Naturheilkunde. Dabei handelt es sich um Theorien zur Naturheilkunde, um Rezepte, Anleitungen, um Anregungen für Ihre Gesundheit, Gedichte oder Gedanken.

Und da ich als Heilpraktikerin die Welt nicht nur mit wissenschaftlichen Augen sehe, sondern auch geist-seelischen Prozessen einen großen Platz einräume, unterscheiden sich meine Theorien und Empfehlungen in diesen Artikeln von der pathophysiologischen Lehrmeinung der Schulmedizin und werden von dieser auch nicht anerkannt.

Letztendlich beruhen die hier aufgeführten Theorien und Anleitungen auf Erfahrungen einiger naturheilkundlicher Therapeuten und sind wirklich nur als Empfehlungen zur Selbsthilfe gedacht. Auf keinen Fall ersetzen sie den Besuch beim Arzt oder Heilpraktiker. Deshalb meine Bitte: Lass alle deine Beschwerden und Erkrankungen schulmedizinisch abklären, bevor du dich selbst behandelst.


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