Hier kannst du meine aktuelle Publikation von Nov./Dez. 2022 "NATÜRLICH. GUT ZU WISSEN" downloaden.



Thursday, 12.01.2023

Der Hase folgt dem Tiger - so startet 2023

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Ab dem 22. Ja­nu­ar 2023, dem zwei­ten Neu­mond nach der Win­ter­son­nen­wen­de, re­­giert das Zei­chen des Hasen das neue Jahr. Dass die Qua­li­tä­ten eines Tie­res ein Jahr be­stim­men, gibt es in der chi­ne­si­schen Kul­tur seit un­end­li­chen Zei­ten. Ins­ge­samt gibt es zwölf Tiere, die zu­sam­men einen Zy­klus bil­den. Ratte, Tiger, Büf­fel, Affe oder sogar das Schwein ge­hört dazu. Wel­che Tiere sich einen Platz im Jah­res­ka­len­der er­gat­tert haben, hat sich der Le­­gen­­de nach durch ein Wet­t­ren­­nen er­ge­ben, an dem alle Tiere des Kö­nig­reichs teil­neh­men durf­ten. Den ers­ten zwölf Tie­ren, die die Zi­el­li­nie pas­sier­ten, ver­sprach Bud­dha je­weils die Re­gent­schaft über ein Jahr des chi­­ne­­si­­schen Ka­len­­ders. Und da die chi­ne­si­sche Kul­tur viele Leh­ren aus den Vor­gän­gen der Natur ge­zo­gen hat, wurde jedem Tier zu­sätz­lich ein wech­seln­des Ele­ment an die Seite ge­stellt. So gibt es bei­spiels­wei­se Erde-Schwei­ne, Feuer-Schwei­ne, Holz-Schwei­ne ge­nau­so­gut wie Holz-Zie­gen, Me­tall-Zie­gen und Feuer-Affen, Erde-Pfer­de usw.

Um dir für mög­li­che Qua­li­tä­ten des Jah­res 2023 ein Bild zu zeich­nen, re­flek­tie­re ich ganz kurz die Jahre 2020 bis 2022, denn es las­sen sich wun­der­bar Zu­sam­men­hän­ge er­ken­nen.
Des­halb liest du in die­sem Ar­ti­kel:

  • Rück­schau auf 2020 und die Me­tall-Ratte
  • Rück­schau auf 2021 und den Me­tall-Büf­fel
  • Rück­schau auf 2022 und den Was­ser-Tiger
  • Ge­dan­ken zu 2023 und dem Was­ser-Hasen

 

Bild von Si­mo­neBraeu auf Pi­xa­bay - thanks✨

 

Die Ratte und das Me­tall - Re­gen­ten über 2020

2020 war das Jahr der Me­tall-Ratte. Me­tall ist schnei­dend scharf, es schnei­det Dinge in zwei Hälf­ten. Es trennt (Schwert) und wehrt gleich­zei­tig ab (Schild). In­ter­essant ist dabei die Tat­sa­che, dass uns in den letz­ten Me­tall-Jah­ren der Co­ro­na-Er­re­ger ​und die Anti-Co­ro­na-Maß­nah­men zu schaf­fen ge­macht haben. Die Ab­wehr des mensch­li­chen Im­mun­sys­tems gegen einen mehr oder we­ni­ger un­be­kann­ten Er­re­ger, aber auch die Ab­wehr der Staa­ten gegen seine Aus­brei­tung. Deren Aus­wir­kun­gen auf das Zu­sam­men­le­ben hat vie­len Men­schen das Ge­fühl ge­ge­ben, die Ge­sell­schaft habe sich ent­zweit: Auf der einen Seite die Be­für­wor­ter der Maß­nah­men, auf der an­de­ren Seite die Geg­ner oder die­je­ni­gen Men­schen, die star­ke Be­den­ken ge­gen­über den Maß­nah­men äu­ßer­ten. Eine zwei­ge­teil­te Ge­sell­schaft mit Weh­mut über ver­gan­ge­ne Zei­ten.

Zum Me­tall ge­sell­te sich die Ratte. Sie steht für Ehr­­geiz, Schnel­­lig­keit und Durch­hal­te­­ver­­mö­­gen. Rat­ten tau­chen immer dann auf, wenn Schmutz und Unrat über­­hand neh­­men. Un­­se­­re Erde - oder Mut­ter Erde, wie sie in der Chi­­ne­­si­­schen Me­­di­­zin ge­­nannt wird - ächz­te schon lange unter der Last von Gif­ten, Aus­­beu­te und Pro­­fit­­gier. 'Fri­day for fu­ture' Be­we­gun­gen​ hiel­ten den Men­schen ihre ei­ge­ne Su­de­lei vor Augen und zogen die Auf­merk­sam­keit auf die Be­las­tung der Um­welt durch Gifte, Gase und Aus­beu­tung der Natur. 

 

 

Der Me­tall-Büf­fel - Re­gent über 2021

 

Blit­ze durch­que­ren die At­mo­sphä­re,
unser aller Leben ist be­droht...
Angst ist weit ver­brei­tet,
und die Aus­sich­ten sind un­güns­tig...
es wird etwas durch die Luft trans­por­tiert...
es scheint alles und jeden zu er­rei­chen...
wir haben den An­fang eines Ge­wit­ters!

 

Das „Co­ro­na-Ge­wit­ter“ hatte tat­säch­lich auf die­ser Erde alles durch­ein­an­der ge­wir­belt. Nichts war mehr so wie es war. Ein Ge­wit­ter bringt aber auch immer Span­nun­gen und leich­te Vi­bra­tio­nen der Luft mit sich. Es rei­nigt die Luft. Rei­nigt die Atem­luft. Und es bringt auch einen neuen An­fang. Ich er­leb­te bei vie­len Men­schen eine Rück­be­sin­nung auf das We­sent­li­che im Leben. Auf die Wert­schät­zung der Na­tur­kräf­te und un­se­rer Mut­ter Erde, auf die Wert­schät­zung des Mi­tein­an­ders und auf die Ge­sund­heit.

Bei den chi­ne­si­schen Bau­ern war das Büf­fel-Jahr sehr ge­schätzt. Zwar gilt diese Kon­stel­la­ti­on nicht als easy und der Büf­fel als flei­ßi­ges, ge­dul­di­ges und ge­rech­tig­keits­lie­ben­des Tier ver­lang­te jedem Ein­zel­nen ei­ni­ges ab, aber mü­he­vol­le Ar­beit ver­sprach einen rei­chen Lohn. So for­der­te uns das Me­tall-Büf­fel-Jahr 2021 auf, sich mit sei­ner Kraft für auf­rich­ti­ge und wür­de­vol­le Ziele ein­zu­set­zen. Tat­säch­lich er­le­be ich auf die­ser Ebene aus­sichts­rei­che Ver­än­de­run­gen. Die neue Ge­ne­ra­ti­on, die sich Ge­dan­ken um das Tier­wohl, um die Um­welt und eine nach­hal­ti­ge Ge­sund­heit macht, haben neue Ge­dan­ken­an­stö­ße in un­se­re Zi­vi­li­sa­ti­on ge­bracht. Ve­ga­nis­mus ist ein Be­griff, mit dem vor zehn Jah­ren nicht allzu viele Men­schen etwas an­fan­gen konn­ten, der mitt­ler­wei­le aber nicht nur be­kannt ist, son­dern teil­wei­se sogar prak­ti­ziert wird. 

Aber der Me­tall-Büf­fel ver­kör­pert auch einen etwas stu­ren Cha­rak­ter.​ Was Co­ro­na an­ging, zeig­ten sich beide Sei­ten wei­ter­hin stur, wei­ter­hin ent­zweit. Ich emp­fand es als ein Be­har­ren auf Recht. Ein Be­har­ren auf die Wis­sen­schaft. Alles an­de­re wurde von vorn­her­ein aus­ge­schlos­sen. Das Tren­nen­de des Me­talls drück­te sich als eine Tren­nung von Geist und Herz, von Ver­stand und Her­zens­kraft aus. 

 

Bild von Ste­fan Kel­ler auf Pi­xa­bay 

 

 

2022 - das Jahr des Was­ser-Ti­gers

Letz­tes Jahr dann das Jahr des Was­ser-Ti­gers. Der Tiger sym­bo­li­siert Ver­än­de­run­gen, Un­be­re­chen­bar­keit und kann das Leben mit ex­tre­men Höhen und Tie­fen, mit star­ken Mei­nungs­ver­schie­den­hei­ten und Strei­tig­kei­ten ver­kom­pli­zie­ren. Wie wahr... das lässt sich im Rück­blick für die meis­ten Men­schen si­cher­lich so be­stä­ti­gen. 
Die po­li­ti­schen Aus­ein­an­der­set­zun­gen und das bei­der­sei­ti­ge Be­har­ren auf den je­wei­li­gen Stand­punkt ver­an­schau­li­chen den Ent­schluss bei­der Sei­ten, nie­mals die Un­ab­hän­gig­keit auf­zu­ge­ben und sich lie­ber den Her­aus­for­de­run­gen zu stel­len. So ein Ti­ger­jahr zeigt Un­be­re­chen­bar­keit, aber auch Aus­dau­er. Man kann war­ten, bis sich eine pas­sen­de Ge­le­gen­heit zeigt, um seine Ziele um­zu­set­zen. So dau­ert auch der Ukrai­ne-Krieg bis heute an, ohne dass sich eine An­nä­he­rung bei­der Sei­ten ab­zeich­net.

Im All­ge­mei­nen war das Jahr holp­rig. Auch im pri­va­ten Be­reich sum­mier­ten sich Höhen und Tie­fen. Viele mei­ner Pa­ti­en­ten er­zähl­ten mir von ihren Her­aus­for­de­run­gen und Ver­än­de­run­gen in ihrem Leben, so dass ich mehr als ein­mal ge­dacht habe, diese An­zahl an Schwie­rig­kei­ten hätte für meh­re­re Jahre aus­ge­reicht. Aber es gab auch viele schö­ne Mo­men­te, Hür­den, die über­wun­den wur­den und an denen man wach­sen konn­te. 

 

 

2023 und der Was­ser-Hase

Ab dem 22. Ja­nu­ar, dem zwei­ten Neu­mond nach der Win­ter­son­nen­wen­de, re­­giert das Zei­chen des Hasen das neue Jahr. Die Qua­li­tä­ten des Ha­sens sind sanft­mü­tig, freund­lich und mit­füh­lend. Er hat ein gutes Ge­­spür für an­­de­­re. Ihm wer­den Ge­duld, Verant­wor­tungs­be­wusst­sein und Di­plo­ma­tie nach­ge­sagt, aber eben­so ver­kör­pert er Ord­nung und Klar­heit. Trotz sei­ner Sanft­heit ist ein Hase blitz­schnell. So kann sich in einem Hase-Jahr die Rich­tung ra­sant und un­er­war­tet än­dern. 

Zu­sam­men mit dem Hasen re­giert das Was­ser. Das Was­­ser ist das Ele­­ment des Win­ters. Und der Win­ter ist die Zeit des Jah­res, in der der der Blick auf das Ur­sprüng­­li­che frei­­­ge­­ge­­ben wird, indem sich Bü­­sche und Bäume ent­lau­­ben. So wie der Win­ter die Ur­sprüng­lich­keit zeigt, hat auch das Was­­ser das Be­stre­­ben, zum Ur­­sprung zu ge­lan­gen. Zu den Wur­­zeln des Seins. Die The­men des Was­sers sind dem­nach 'Grund­fes­te' und 'Tief­sin­nig­keit'. Es ist das Wesen des Was­sers, den tie­fe­ren Sinn von Din­­gen zu er­grün­den, um dann di­plo­ma­tisch und ver­ant­wor­tungs­be­wusst zu agie­ren. 

Je­doch wird dem Was­ser als Emo­ti­on die Angst zu­ge­ord­net. Nach un­se­rem west­li­chen Ver­ständ­nis auch dem Hasen. Eine ge­­sun­­de Angst be­­wahrt den Men­­schen vor Ge­fahr. Star­ke Angst hin­ge­gen ver­hin­dert kla­res und ge­ord­ne­tes Den­ken. Angst ist ein schlech­ter Be­ra­ter. Aber da, wo das Pro­blem ist, ist auch die Lö­sung zu fin­den, das lern­te ich be­reits vor vie­len Jah­ren von mei­ner Leh­re­rin Dr. Ro­si­na Son­nen­schmidt. Soll­ten sich in dir in 2023 Zei­ten der Angst aus­brei­ten, nutze die Ener­gi­en des Was­ser-Hasen. Er­grün­de einen tiefe­ren Sinn des Ge­sche­hens und be­sin­ne dich auf die Grund­fes­te des Le­bens. Was ist dir im Leben wich­tig? Wer ist dir wich­tig? Und wer gibt dir die Si­cher­heit und die Er­fül­lung, die dir gut­tun? Was macht dein Leben zu einem Schatz an Freu­de? Be­sin­ne dich auf die Qua­li­tä­ten des Ele­ments Was­ser und des Hasen. Und agie­re dann be­son­nen und im Sinne von Fried­fer­tig­keit, Sanft­mut und Mit­ge­fühl. 

Was uns 2023 er­war­tet, kann ich nicht vor­aus­se­hen. Denn wir Men­schen sind immer Schöp­fer un­se­res Seins. Aber die Qua­li­tä­ten Ruhe und Sanft­heit, Mit­ge­fühl und Verant­wor­tungs­be­wusst­sein sind ein star­ker Rücken­wind auf dem Weg in eine fried­li­che Welt. Eine Welt, die allen Ge­schöp­fen und Pflan­zen, die den Ele­men­ten und un­se­rem Pla­ne­ten Erde alle Ehre er­weist.

Photo von ki­en­vi­rak by pi­xa­bay - vie­len Dank:)

 

 

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8.1.2023

 

 

 

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Und da ich als Heilpraktikerin die Welt nicht nur mit wissenschaftlichen Augen sehe, sondern auch geist-seelischen Prozessen einen großen Platz einräume, unterscheiden sich meine Theorien und Empfehlungen in diesen Artikeln von der pathophysiologischen Lehrmeinung der Schulmedizin und werden von dieser auch nicht anerkannt.

Letztendlich beruhen die hier aufgeführten Theorien und Anleitungen auf Erfahrungen einiger naturheilkundlicher Therapeuten und sind wirklich nur als Empfehlungen zur Selbsthilfe gedacht. Auf keinen Fall ersetzen sie den Besuch beim Arzt oder Heilpraktiker. Deshalb meine Bitte: Lass alle deine Beschwerden und Erkrankungen schulmedizinisch abklären, bevor du dich selbst behandelst.


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