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Sunday, 28.11.2021

Vitamin C und Co: Fit-Food für ein gesundes Immunsystem?

von Melanie Aue

Fragt man einen chi­ne­si­schen The­ra­peu­ten, ob ein Le­bens­mit­tel ge­sund ist, ern­tet man nur ein Schul­ter­zu­cken und ein Fra­ge­zei­chen. Denn in der Chi­ne­si­schen Me­di­zin ist die Ant­wort auf die Frage davon ab­hän­gig, wer das Le­bens­mit­tel zu essen ge­denkt. Also un­ab­hän­gig von Vit­ami­nen, Mi­ne­ral­stof­fen & Co ist hier das „Kör­per­kli­ma“ oder die Kon­sti­tu­ti­on des Men­schen aus­schlag­ge­bend, ob ein ent­spre­chen­des Le­bens­mit­tel ge­sund­heits­för­dernd ist. Sind Sie Pa­ti­en­tin mei­ner Pra­xis, haben Sie aller Wahr­schein­lich­keit nach einen Plan mit Nah­rungs­mit­teln er­hal­ten, die Ihnen gut tun. Die­ser Plan hilft Ihnen auch in der Er­käl­tungs­zeit.  
Wie ist das aber nun mit Vit­amin­boos­tern wie Oran­gen­saft oder heiße Zitro­ne?

 

Zitro­ne von mo­ritz320 by pi­xa­bay; thanks:)

 

Oran­gen­saft und Vit­amin C

Die Chi­ne­si­sche Me­di­zin ist eine alte über­lie­fer­te The­ra­pie­wei­se. Si­cher­lich wis­sen Sie, dass die Men­schen im alten China arm waren. Kräu­ter waren teuer, von Aku­punk­tur oder Arzt­kon­sul­ta­tio­nen ganz zu schwei­gen. Was lag da näher, als den Men­schen eine für sie pas­sen­de Er­näh­rung an­zu­ra­ten? So ent­wi­ckel­te sich die Diä­te­tik be­reits früh und wurde immer wei­ter ver­fei­nert. 

Nach die­sen Re­geln der Chi­ne­si­schen Me­di­zin wird ein Nah­rungs­mit­tel da­nach be­ur­teilt, wie es IM Kör­per wirkt, völ­lig un­ge­ach­tet des­sen, was sich im La­bor­ver­such er­mit­teln lässt. Dabei hat die ther­mi­sche Wir­kung von Nah­rungs­mit­teln einen großen Ein­fluss auf die Ge­sund­heit und be­darf des­halb einer nä­he­ren Er­klä­rung:


 

Die ther­mi­sche Re­ak­ti­on von Le­bens­mit­teln

Sehr viele Le­bens­mit­tel be­wir­ken im Kör­per eine ther­mi­sche Re­ak­ti­on. Sie ken­nen die­ses Phä­no­men von Chili, Ing­wer oder Al­ko­hol. Diese Le­bens­mit­tel er­zeu­gen Wärme und kön­nen Ihnen zu war­men Hän­den und Füßen ver­hel­fen. Da­ge­gen füh­ren Eis, Gur­ken oder Me­lo­nen zu einer Ab­küh­lung des Kör­pers, wes­halb sie mit Vor­lie­be auch im Som­mer ge­nos­sen wer­den. Bei den ge­nann­ten Le­bens­mit­teln ist die ther­mi­sche Wir­kung also ganz of­fen­sicht­lich.  Und hier ge­lan­gen wir an einen Punkt, der sich deut­lich von Emp­feh­lun­gen einer west­li­chen Er­näh­rungs­be­ra­tung un­ter­schei­det: Kuh­milch, Kuh­milch­pro­duk­te, Roh­kost und auch der Oran­gen­saft sowie die heiße Zitro­ne. Alle ge­nann­ten Le­bens­mit­tel wir­ken im Kör­per küh­lend, auch wenn sie heiß ver­zehrt wer­den.  

Sind Sie Be­sit­ze­rin eines ge­sun­den Stoff­wech­sels und aus­rei­chen­der Wärme, be­rei­tet das Ihrem Kör­per keine Pro­ble­me, wenn Sie diese Le­bens­mit­tel ge­le­gent­lich und in Maßen ge­nie­ßen. Ge­ne­rell aber ist der Ver­zehr von ther­misch kalt wir­ken­den Le­bens­mit­teln in un­se­ren Brei­ten­gra­den eher be­las­tend für die Ge­sund­heit. Vor allem in den käl­te­ren Jah­res­zei­ten. Und so kommt es, dass die Deut­sche Ge­sell­schaft für Er­näh­rung den Oran­gen­saft wegen sei­nes Vit­amin­reich­tums hoch lob und emp­fiehlt, die Chi­ne­si­sche Me­di­zin je­doch von sei­nem Ver­zehr unter Um­stän­den abrät.

Foto by Bruno /Ger­ma­ny auf Pi­xa­bay - thanks:)

All­ge­mein kann ich Sie be­ru­hi­gen: Sie wer­den nicht Ihre Ge­sund­heit aufs Spiel set­zen, wenn Sie sonn­tags zum Früh­stück einen frisch! ge­press­ten Oran­gen­saft trin­ken - ge­nau­so wenig wer­den Sie an Man­ge­ler­näh­rung lei­den, wenn Sie dar­auf ver­zich­ten. Den­ken Sie immer daran: Es ist wich­tig, wie­viel Qi ein Nah­rungs­mit­tel be­sitzt und der Kör­per dar­aus ge­win­nen kann. Und da schnei­det ein Te­tra­pack-Oran­gen­saft ganz schlecht ab. Wo­mög­lich sind die­sem auch noch künst­li­che, la­bor­che­misch her­ge­stell­te Vit­ami­ne zu­ge­setzt. Ehr­lich ge­sagt, be­las­tet so eine Fa­brik­wa­re das Mi­lieu eher, als dass es nützt.  

Ganz pau­schal kann ich Ihnen vor allem für die Er­käl­tungs­zeit emp­feh­len, auf jeg­li­che Fer­tig­pro­duk­te und in­dus­tri­ell ge­fer­tig­te Nah­rungs­mit­tel, auf Zu­cker und Fast­food zu ver­zich­ten. 
Be­vor­zu­gen Sie re­gio­na­le, sai­sona­le und bio­lo­gisch an­ge­bau­te Le­bens­mit­tel, die Sie mög­lichst warm und ge­kocht ver­zeh­ren. Am bes­ten vom Früh­stück bis zum Abendes­sen, we­nigs­tens aber zum Früh­stück! Haben Sie keine Be­fürch­tung, dass Vit­ami­ne ver­kocht wer­den, son­dern den­ken Sie daran, dass jeder Koch­pro­zess ein Ener­gie­pro­zess ist. Und Ener­gie ist Qi. Und aus Qi wird die Ab­weh­r­ener­gie her­ge­stellt. Und damit stär­ken Sie Ihr Mi­lieu. 

 

Wei­te­re Infos über das Mi­lieu und die Ab­wehr­kraft fin­den Sie unter dem Blog­ar­ti­kel: Le­bens­räu­me - Mi­lieu und Ab­wehr.

 

28.9.2021

 

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Wichtige Hinweise:

In meinem Blog 'Natürlich. Gut zu wissen' findest du vielfältige Informationen zur Naturheilkunde. Dabei handelt es sich um Theorien zur Naturheilkunde, um Rezepte, Anleitungen, um Anregungen für Ihre Gesundheit, Gedichte oder Gedanken.

Und da ich als Heilpraktikerin die Welt nicht nur mit wissenschaftlichen Augen sehe, sondern auch geist-seelischen Prozessen einen großen Platz einräume, unterscheiden sich meine Theorien und Empfehlungen in diesen Artikeln von der pathophysiologischen Lehrmeinung der Schulmedizin und werden von dieser auch nicht anerkannt.

Letztendlich beruhen die hier aufgeführten Theorien und Anleitungen auf Erfahrungen einiger naturheilkundlicher Therapeuten und sind wirklich nur als Empfehlungen zur Selbsthilfe gedacht. Auf keinen Fall ersetzen sie den Besuch beim Arzt oder Heilpraktiker. Deshalb meine Bitte: Lass alle deine Beschwerden und Erkrankungen schulmedizinisch abklären, bevor du dich selbst behandelst.


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