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Thursday, 25.06.2026

Warum Baucheinziehen dich krank machen kann

von

Wie ist das bei dir, wenn du alte Be­kann­te in der Stadt triffst, vor eine Um­klei­de­ka­bi­ne trittst, um dich zu be­gut­ach­ten, oder wenn du an einem Schau­fens­ter vor­bei­gehst, in dem du dich spie­gelst? Ziehst du dann dei­nen Bauch ein? Oder im Schwimm­bad, im Fit­ness­stu­dio und … ohhh … in der Sauna?

Ich kenne das seit mei­ner Kind­heit (, in der meine Groß­tan­te Else vor allen An­we­sen­den Fa­mi­li­en­mit­glie­dern ver­kün­de­te, ich sei zu dick). Seit­dem – zack – habe ich mei­nen Bauch ein­ge­zo­gen. Und – ganz ehr­lich? – ich habe bis vor Kur­z­em den Bauch fast durch­ge­hend ein­ge­zo­gen und es nicht ein­mal mehr be­merkt. Erst als ich einen Vagus-Work­shop be­sucht habe, habe ich wahr­ge­nom­men, dass sich mein Bauch un­will­kür­lich an­spannt. Ein­fach so. Un­be­merkt.

Mit die­ser Ge­wohn­heit bin ich nicht al­lein, denn etwa 90 % mei­ner Pa­ti­en­tin­nen be­ken­nen sich auch als Bauchein­zie­he­rin­nen, wenn ich sie dazu be­fra­ge.

Was genau beim Bauchein­zie­hen in dei­nem Kör­per ge­schieht und warum dich das krank ma­chen kann, das liest du in die­sem Ar­ti­kel.

Foto: Canva

Ein biss­chen Ana­to­mie 

… hilft dir zu ver­ste­hen, warum ein an­ge­spann­ter Bauch krank wer­den kann.

In dei­nem Bauch ist al­ler­hand los. In der Chi­ne­si­schen Me­di­zin steht der Be­reich zwi­schen Zwerch­fell und Be­cken unter der Obhut des Mitt­le­ren Drei­fa­chen Er­wär­me­rs. Das ist eine ener­ge­ti­sche Funk­ti­ons­ein­heit, die alle Or­ga­ne, die in den Stoff­wech­sel ein­be­zo­gen sind, mit­ein­an­der har­mo­ni­siert. Und zum Stoff­wech­sel ge­hö­ren meh­re­re Or­ga­ne. Die meis­ten von ihnen fin­den ihren Platz im Bauch: der Magen, die Bauch­spei­chel­drü­se, die Leber, der Darm und chi­ne­sisch zäh­len wir auch die Milz dazu. 

Üb­ri­gens ist mir aus mei­ner Zeit im OP noch gut im Ge­dächt­nis, dass die Kör­per­or­ga­ne nicht im Kör­per her­um­schla­ckern, son­dern in ver­schie­de­ne Hal­te­ge­we­be, meist Bin­de­ge­we­be, ein­ge­bet­tet sind. Bin­de­ge­we­be ver­bin­det. Es sta­bi­li­siert und gleicht Be­we­gun­gen aus. Die­ses hal­ten­de Bin­de­ge­we­be wird von Ner­ven, Blut­ge­fä­ßen und Lymph­ge­fä­ßen durch­zo­gen, die die in­ne­ren Oran­ge mit Sau­er­stoff und Nähr­stof­fen ver­sor­gen und Stoff­wech­se­lend­pro­duk­te aus­lei­ten. 

 

Wenn du dei­nen Bauch ein­ziehst

sind die Bauch­mus­keln an­ge­spannt. Da­durch wird es im Bauch­raum enger (klar, das ist ja der Sinn des Bauchein­zie­hens …), was dazu führt, dass 

  • deine Bauch­or­ga­ne nach oben und nach hin­ten Rich­tung Wir­bel­säu­le ge­drängt wer­den,
  • mehr Druck auf die Or­ga­ne aus­ge­übt wird,
  • die Ver- und Ent­sor­gung über die Ge­fä­ße ver­min­dert wird,
  • die Ner­ven ge­reizt wer­den kön­nen, vor allem der große Ent­span­nungs­nerv, der Va­gus­nerv.

Di­rekt spürst du diese Ein­schrän­kun­gen dei­ner Bauch­or­ga­ne nicht, aber ir­gend­wann sor­gen Sym­pto­me für deine Auf­merk­sam­keit. 
 

Sym­pto­me als Hil­fe­ruf dei­nes Kör­pers

Sym­pto­me sind wie ein Hil­fe­ruf des Kör­pers, mit denen er dich bit­tet, genau hin­zu­schau­en und etwas in dei­nem Leben zu än­dern. Das per­ma­nen­te Ein­zie­hen des Bau­ches kann viele Sym­pto­me her­vor­ru­fen. 
Häu­fig zei­gen sich:

  • Ver­dau­ungs­be­schwer­den: Sod­bren­nen, Übel­keit, Ver­stop­fung
  • Or­gan­sen­kun­gen und Schwä­che des Be­cken­bo­dens
  • Rü­cken­schmer­zen
  • Herz­ra­sen
  • Atem­be­schwer­den

Diese Sym­pto­me bringst du wahr­schein­lich gar nicht mit der Bauch­span­nung in einen Zu­sam­men­hang und denkst eher an Un­ver­träg­lich­kei­ten, Al­ter­s­er­schei­nun­gen, Über­be­las­tung oder Stress.

Genau des­halb schrei­be ich für dich die­sen Ar­ti­kel. Um dir be­wusst zu ma­chen, dass die Ur­sa­chen oft gar nicht von außen kom­men, son­dern die Sym­pto­ma­tik durch dich ent­steht. Durch deine Ge­dan­ken- oder Ver­hal­tens­mus­ter. 

Foto von Pa­trick Mal­le­ret auf Uns­plash - thanks:)

 

Wie Atmen dir hel­fen kann

Die be­wuss­te, tiefe At­mung ist der Schlüs­sel für deine Ge­sund­heit, auch die dei­nes Bau­ches. Denn erst, wenn dir etwas im All­tag be­wusst ist, kannst du es än­dern. 

At­mest du tief in dei­nen Bauch, dehnst du ihn aus. Du kannst die Deh­nung un­ter­stüt­zen, indem du deine Hände auf den Bauch legst und ihn bei der Ein­at­mung förm­lich in deine Hände fal­len lässt. Das ver­schafft dem Bauch und sei­nen Or­ga­nen wie­der Platz. Magen, Darm, Leber, Ne­ben­nie­ren, aber auch deine Rü­cken­mus­keln wer­den wie­der bes­ser ver­sorgt und kön­nen ihre Funk­ti­on ge­zielt aus­üben. 

Bei der Aus­at­mung – und nur bei der Aus­at­mung – darfst du den Bauch ein­zie­hen. Das sollst du sogar. Denn da­durch er­höht sich der Druck auf das Zwerch­fell und die Menge an Aus­a­tem­luft wird ver­grö­ßert. Wenn mehr Luft raus­geht, kön­nen mehr fri­sche Luft, also mehr Sau­er­stoff und Ener­gie wie­der in dich flie­ßen. 

 

Ate­m­übun­gen lege ich dir sehr ans Herz. Sie sind eine wirk­sa­me Me­tho­de, um wie­der mehr in dein Kör­per­ge­fühl zu kom­men. Sie kos­ten nichts, be­wir­ken aber umso mehr.

Hier fin­dest du eine Ate­m­übung, die auf alle Bauch­or­ga­ne und sogar auf deine Rü­cken­mus­keln po­si­tiv ein­wir­ken kann.

 

____________ :-)
23. Juni 2026

 

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Wichtige Hinweise:

In meinem Blog 'Natürlich. Gut zu wissen' findest du vielfältige Informationen zur Naturheilkunde. Dabei handelt es sich um Theorien zur Naturheilkunde, um Rezepte, Anleitungen, um Anregungen für Ihre Gesundheit, Gedichte oder Gedanken.

Und da ich als Heilpraktikerin die Welt nicht nur mit wissenschaftlichen Augen sehe, sondern auch geist-seelischen Prozessen einen großen Platz einräume, unterscheiden sich meine Theorien und Empfehlungen in diesen Artikeln von der pathophysiologischen Lehrmeinung der Schulmedizin und werden von dieser auch nicht anerkannt.

Letztendlich beruhen die hier aufgeführten Theorien und Anleitungen auf Erfahrungen einiger naturheilkundlicher Therapeuten und sind wirklich nur als Empfehlungen zur Selbsthilfe gedacht. Auf keinen Fall ersetzen sie den Besuch beim Arzt oder Heilpraktiker. Deshalb meine Bitte: Lass alle deine Beschwerden und Erkrankungen schulmedizinisch abklären, bevor du dich selbst behandelst.


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