
Friday, 13.06.2025
Erschöpfung und Schwäche - Wo ist dein Happy-Qi ?
Hand aufs Herz... hüpfst du morgens gut gelaunt und ausgeschlafen aus deinem Bett in Erwartung an einen neuen wundervollen Tag voller Abenteuer? Bist du voller Vorfreude an die Vorhaben des Tages, voller Euphorie und Tatendrang? Ja? Dann spürst du diese Fülle an Energie, die dich wie ein Kind fühlen lässt. Ein Kind, das unbekümmert hüpft und tanzt, das lacht und quietscht, klatscht und sich mitteilt, manchmal den ganzen Tag lang. Diese Energie macht dich glücklich. Sie beschenkt dich mit unbändigem Eifer.
Oder quälst du dich morgens schlecht gelaunt aus dem Bett, schleppst dich zu deinen Terminen und sehnst dich schon am Montag nach dem nächsten Wochenende? Obwohl die Wochenenden überhaupt nicht mehr ausreichen, um wieder in eine Kraft zu kommen... Es braucht einen Urlaub. Einen laaaangen Urlaub oder besser noch, ein Jahr Auszeit. Oder gleich mehrere Jahre. Jahre ohne Job und ohne Verpflichtungen.
Ja? Wo ist deine Energie geblieben? Warum scheint sie erloschen? Und vor allem, woher bekommst du neue? Diese Fragen möchte ich aus Sicht der Chinesischen Medizin in diesem Beitrag erläutern:
- Erschöpfung und Schwäche - wo ist dein Happy-Qi ?
- Symptome eines Energiemangels deiner Nieren
- Gewinne neue Energie: Quellen des Qi - Quellen deiner Lebensenergie
- Qi-reiche Ernährung
- Qi-reiche Atmung
- Übung Atemströmen
- Qi-Übung: Streichen der Körpermittellinie
- Was noch Qi macht
- Energiepower in meiner Praxis

Erschöpfung und Schwäche - wo ist dein Happy-Qi ?
In der Chinesischen Medizin sind es die Nieren, die Energie speichern. Die jene Substanzen empfangen und aufbewahren, welche verhindern, dass du dich erschöpfst, ausbrennst oder auf dem Zahnfleisch läufst. Wir nennen sie Nieren-Yin. Dieses Nieren-Yin ist Grundlage für alles, was im Körper gebildet wird. Sie ist das Fundament für deine Knochen oder deine Zähne. Sogar für dein Blut. Ein bisschen der Energie, die wir zum Leben auf der Erde benötigen, stammt aus vorgeburtlicher Zeit, von unseren Eltern. Darüber liest du im Beitrag Das Jing - Quelle deiner Konstitution. Von dieser vorgeburtlichen Energie hat manch einer mehr, ein anderer weniger. Aber das ist nicht ausschlaggebend für deine Schwäche. Es ist eher das Nieren-Yin, die nachgeburtliche Energie, die die Ursache für deine Schwäche sein kann. Fehlt Nieren-Yin, können sich im Körper nicht nur Erschöpfung und Schwäche, Kraftlosigkeit und unendliche Müdigkeit zeigen sondern noch weitere Symptome:
Symptome eines Energiemangels in den Nieren
- Unruhe, Fahrigkeit, Ruhelosigkeit und Nervosität
- Große und schnelle Erschöpfung nach kleiner Anstrengung
- Schlafstörungen und nächtliches Erwachen, vielleicht sogar Nachtschweiß
- Unverträglichkeit von Hitze oder Hitzewallungen
- Tinnitus, Rückenbeschwerden, Osteoporose u.s.w.
Wichtig für dich zu wissen: Der Energiemangel der Nieren, den ich hier beschreibe, hat nichts mit der Funktionalität deiner Nieren zu tun. Die können top sein. Hier geht es einzig um den energetischen Standpunkt.
Gewinne neue Energie - Erste Schritte
Quellen des Qi - Quellen deiner Lebensenergie
Den größten Anteil des Qi, das du für deinen Alltag benötigst, kann der Körper selbst schöpfen, vor allem aus deinem Essen und deiner Atmung. Denn Essen und Atmen sind zwei unentbehrliche Quellen für das Qi. Klar, denn ohne Nahrung und ohne Sauerstoff können wir nicht existieren. Umso einfacher ist es, das Notwendige mit dem Nützlichen zu verbinden. Je besser die Qualität deiner Lebensmittel und deiner Atmung sind, desto mehr Qi enthalten sie.
Qi-reiche Ernährung
Eigentlich sind die Ernährungsempfehlungen der Chinesischen Medizin individuell. So individuell wie die Menschen. Es gibt nicht DIE eine richtige Ernährung für alle Menschen. Nicht in der „Gala“, auch nicht in der “Bunten” und auch nicht im “Focus online”. Es gibt sie aber auch nicht in der üblichen Naturheilkunde und auch nicht in der Schulmedizin, die sich beide an die Richtlinien der 'Deutschen Gesellschaft für Ernährung' anlehnen. Und diese Empfehlungen basieren auf den Inhaltsstoffen der Nahrungsmittel. Wie viel Eiweiß, Kohlenhydrate und Fett, oder wie viel Vitamin A, wie viel B oder C, wie viel Eisen, Kalium oder Calcium, Selen oder Molybdän sind im Nahrungsgut enthalten. Wie auch immer, was auch immer. Es wird im Labor geschaut, welche Inhaltsstoffe welche Funktion haben und das Ergebnis auf die Menschen übertragen. Auf alle wohlgemerkt, leicht angepasst auf Alter und Geschlecht. Aber ungeachtet der individuellen Konstitution und der individuellen Gesundheit.
Fragt man dagegen einen Therapeuten fernöstlicher oder traditionell abendländischer Heilverfahren, welche Lebensmittel gesund sind, erntet man Schulterzucken. Denn so einfach lässt sich die Frage nicht beantworten. Hier spielen die einzelnen Inhaltsstoffe keine Rolle. Die Ernährungslehre der Chinesischen Medizin ist über 3000 Jahre alt. Derzeit beobachteten die Ärzte genauestens die Wirkung eines Lebensmittel im Körper. Wärmt es den Leib oder kühlt es ihn ab? Geht die Wirkung nach oben in den Kopf oder eher in die Füße? Wirkt es zusammenziehend oder eher zerstreuend? Welche Farbe hat ein Lebensmittel? Denn jeder Oragn-Funktionskreis kann durch eine bestimmt Farbe gestärkt werden. Weiß beispielsweise stärkt die Lunge und schwarz die Nieren. Die Wirkung auf den Körper sind aber auch vom Geschmack und vom Geruch abhängig. So wird die Leber durch leicht saure Lebensmittel gestärkt, das Herz durch eher bittere. Deshalb ist die Kochkunst der chinesischen Küche von der Elementelehre geprägt. Diese Lehre kombiniert die Lebensmittel und Gewürze so, dass alle Organe gleichmäßig angesprochen werden. Und hierzu gibt es im Handel diverse Kochbücher.
Ob also ein Lebensmittel gesund ist, hängt von vielerlei Faktoren ab. Aber am meisten davon, WER es isst: Wie die Konstitution desjenigen ist, welches "innere Klima" in seinem Körper vorherrscht und welche Symptome dieses Klima bereits hervorgerufen hat. Deshalb werden Diätempfehlungen der Chinesischen Medizin immer individuell angepasst.
Aber dennoch gibt es einige pauschale Ernährungsempfehlungen, die für die meisten Menschen gesundheitsfördernd sind:
Manchmal muss man für seine
Gesundheit nicht etwas tun,
sondern einfach etwas lassen.
Melanie Aue

iss zuckerfrei
Zucker macht krank, und zwar nicht nur die Zähne. Zucker schädigt den Stoffwechsel (= die Mitte oder Pi, wie wir sie in der Chinesischen Medizin nennen). Die Folgen von zu viel Zucker sind Ansammlungen von Stoffwechselendprodukten, sogenannte Schlacken, die im Gewebe abgelagert werden und den Fluss der Energie Qi stören. Wenn du mal ein bisschen Zucker in deine Tomatensoße gibt, macht das natürlich keine Probleme. Aber in unserem Schlaraffenland ist Zucker zu einem Basic geworden, über das man nicht mehr nachdenkt. Da gesellt sich zum Zucker im Tee, der im Fruchtjoghurt, in der Salatsauce oder im Ketchup. Und das ist es, was uns krank macht. Das Zuviel und das Zuoft.
Zucker ist aber auch ein Energieträger. Traubenzucker wird immer noch gern als schnell wirkender Energieträger gelobt. Das mag für an Diabetes mellitus Erkrankte auch stimmen. Hier hat der (Trauben-) Zucker den Sinn, schnellstens einer Unterzuckerung entgegenzuwirken und kann somit lebensrettend sein. Hast du aber keinen Diabetes, ist jegliche Art von Zucker ungesund. Auch Traubenzucker. Denn die Energie, die er spendet, ist nur von sehr kurzer Dauer. Sie verpufft, wie die Erholung eines Urlaubs im Dauerstress. Und dann bist du erschöpfter als zuvor und entwickelst Heißhunger auf Schokolade, Bonbons oder Gebäck. Ein Teufelskreis, aus dem du letztendlich geschwächter herauskommst, als du hineingegangen bist.
Verzichte auf Zucker und auf zuckerhaltige Speisen und Getränke. Nichts von diesen Dingen benötigt dein Körper zu Überleben. Das, was er benötigt, sind Kohlenhydrate. Und die findest du in guter und gesunder Form in vollem Getreide, in Reis und in frischem Gemüse.
iss qi-reiche Nahrung
Brauchst du Energie Qi, musst du Qi essen. Und das ist in großen Mengen in lebendiger Nahrung enthalten, in Obst, Gemüse, Saaten, Nüssen, Hülsenfrüchten und in Getreidekörnern. Und wenn diese aus biologischem Anbau stammen, saisonal und regional angebaut sind, desto mehr Qi enthalten sie.
In Fertigprodukten und industriell hergestellten Waren ist wenig bis gar kein Qi mehr vorhanden. Deshalb sind industriell verarbeitete Lebensmittel tot. Tot an Lebenskraft. Sie bringen dir kein Qi für deinen Alltag. Sie machen dich satt, ja, das schon. Aber sie machen dich auch krank und leer. Das einzige, das die auffüllen, sind die Giftstoffdepots deines Körpers durch Zusatzstoffe, künstliche Aromen, Farbstoffe, Füllstoffe und andere synthetisch hergestellte Additive. Sei gut zu dir und zu deinem Körper und gönne dir gute, kraftvolle und lebendige Lebensmittel.*
koche
Koche! Der Stoffwechsel liebt Gekochtes. Oder Gedünstetes. Denn aus Gegartem kann mit Leichtigkeit das darin enthaltene Qi transformiert werden. Meinen Patienten erkläre ich gerne: Je kranker oder schwächer der Körper ist, desto mehr gekocht. Ganz im Gegensatz zur Empfehlung der 'Deutschen Gesellschaft für Ernährung', die Rohkost für geeignet und sinnvoll halten. Hm... mag sein. In Laborbedingungen ist das nicht abzustreiten. Aber unsere Därme, unsere Mägen und unser ganzer Stoffwechsel sind durch unsere Lebensweise weit entfernt von optimalen Verdauungsbedingungen. Je schwächer der Stoffwechsel, desto weniger kannst du vertragen: Rohkost, kalte Nahrung und viele unterschiedliche Lebensmittelkombinationen. Deshalb empfiehlt die Chinesische Medizin (ebenso im Ayurveda), Gekochtes zu essen.
Dabei ist das Wichtigste das gekochte Frühstück. Ob nun herzhaft oder süßlich, ist unerheblich. Richtig ist das, was dir schmeckt. Denn nur, wenn du mit Lust und Appetit isst, fließen deine Verdauungssäfte, um das Gegessene in Qi zu verwandeln.
Beginne mit deinem Lieblingsessen am Morgen. Egal ob es eine Fischsuppe oder ein Gulasch ist, ein Porridge oder ein Grießbrei. Nur selbst gekocht sollte es sein. Ohne Zucker. Probiere dann, wenn du mutiger wirst, verschiedene Geschmacksrichtungen aus und spüre, wie lange dich ein Getreidefrühstück satt hält und wie lange ein eiweißreiches Frühstück. Denn dein Frühstück sollte dich bis zum Mittagessen sättigen ohne sich schwer anzufühlen.
Qi-reiche Atmung
Atme. Atme tief. Das geht überall und jederzeit. Eine tiefe Atmung versorgt den Körper bestmöglich mit Sauerstoff und mit Qi. Am besten schließt du dabei kurz deine Augen und sammelst dich. Spüre dich. Und genieße die Energie, die in dich einströmt.
Optimal ist es, wenn du zu diesem "Zwischendurch-Atembewusstsein" zusätzlich verschiedene Atemübungen in deinen Alltag einbaust. Ich persönlich liebe ja den Morgen und atme einige Minuten ganz bewusst tief. Manchmal verbinde ich es auch mit Yogaübungen oder einem Spaziergang. Vielleicht ist deine Zeit aber eher der Abend oder ein paar Minuten in deiner Mittagspause. Völlig egal. Hauptsache du integrierst dein neues Verhalten in den Alltag. Mache deine Tiefatemübungen jeden Tag, im Sommer und im Winter, an Wochentagen und am Wochenende, an Feiertagen und sogar an deinem Geburtstag. Du wirst sehen: Bald wandelt sich diese kleine Änderung zu einem Lebensquell für dich.
Deshalb: atme tief. Atme bewusst.
Immer wieder über den Tag verteilt. Oder singe, summe, pfeife.
Atme in deinen Rücken,
in deinen Bauch.
Atme bis zu deinen Füßen.

Übungen
Übung Atemströmen
Setze dich so auf einen Stuhl, dass du die beiden Sitzbeinhöcker spürst. Lehne dich nicht an. Die Füße stehen schulterbreit auseinander, die Hände liegen locker auf den Oberschenkeln. Alternativ kannst du dich in den Schneidersitz oder auf ein Meditationsbänkchen setzen.
Richte die Wirbelsäule auf und stelle dir vor, auf dem Kopf ein Krönchen zu tragen. Diese Sitzhalten bedeutet „Ich bin“.
Achte darauf, dass sich die Lippen sanft berühren, die Kiefer entspannt sind und die Zunge am Mundboden liegt. Nun kann es losgehen:
- Lenke deine Aufmerksamkeit auf den Atem und spüre, wie er ein- und ausströmt. Folge dem Atem mindestens zwölf Atemzüge.
- Lenke dann die Aufmerksamkeit auf das Ausatmen. Atme so lange aus, wie es geht. Dann atmest du wieder ein paar Mal in deinem normalen Rhythmus.
Führe Punkt 2 einige Atemzüge lang durch, höchstens fünf Minuten lang. - Nun kannst du deine verlängerte Ausatmung und die darauf folgende Einatmung mit Themen belegen: Stell dir bei der Einatmung vor, dass du kraftvolle Energie aufnimmst, während du bei der Ausatmung etwas Belastendes ausatmest.
Mache auch diese Übung höchstens 5 Minuten lang. Denn nicht die Dauer der Übung ist ausschlaggebend, sondern die Qualität und die Regelmäßigkeit.
Übung für das Qi

Einer unserer Hauptmeridiane ist das Konzeptionsgefäß (Ren mai), das in der Körpermitte vom Schambein bis zur Unterlippe verläuft. Um Energie zu schöpfen und sich zu sammeln, hilft diese Übung:
- Lege die Fingerspitzen beider Hände auf die Mitte des Schambeins und fahre mit den Fingern während der Einatmung den Meridian hoch bis zur Unterlippe.
- Mit der Ausatmung fährst du den Meridian wieder abwärts bis zum Ausgangspunkt am Schambein.
- Verfahre so einige Male in einem regelmäßigen Atemrhythmus.
Tipp:
Bei stärkerer Schwäche und Energielosigkeit streiche den Meridianverlauf einige Male nur aufwärts in Richtung Unterlippe.
Entlade Stress und nervöse Anspannung mit Streichungen Richtung Schambein.
Was noch Qi macht
Frage dich:
- Wo sind dein Strahlen und deine Energie abgeblieben?
- Wofür brauchst du deine Energie?
- Wofür VERbrauchst du deine Energie?
- Bringt dieser Aufwand (Frage 2) für dich Lebensfreude, Zufriedenheit, Erfüllung, Glück und Gesundheit?
Nährt dieser Aufwand deine Seele? - Wie viel Zeit und Muße nimmst du dir für dich?
Nimm dir Zeit für die Beantwortung der Fragen. Deine Gesundung ist keine Challenge. Es braucht Zeit. Zeit und Muße. Und Mut und Ehrlichkeit. Und wenn du deinen Energieräubern auf die Spur gekommen bist, dann vermeide sie. Oder reduziere sie, wenn du meist, dass es nicht vermeiden lässt. Aber vor allem: nimm die Zeit für deine Freude, denn Freude ist pure Lebensenergie.
Das Qi wohnt in der Freude.
Melanie Aue
Das ist eigentlich ganz einfach: Alles, was dir Freude bereitet, jedes Lachen, jede Umarmung, jedes wohlwollende Wort und alles, was dich erfüllt, füllt dich mit Qi. Aber mache dich unabhängig davon, von anderen diese qi-füllenden Gesten und Worte zu erhalten. Sei du selbst diejenige, die dir Qi schenkt. Lobe dich. Tu Dinge, die in dir Freude erwecken. Verabrede dich. Gehe ins Kino oder lies dein Lieblingsbuch. Mache Seifenblasen, tanze, musiziere oder töpfere. Gestalte deinen Arbeits- und Wohnraum so, wie es dir gefällt und du es für deine liebsten Freunde und Gäste tätest. Sei du es dir wert. Und vor allem: bringe dir selbst Wertschätzung entgegen. Denn genau das potenziert dein Qi, deine Vitalität. Deine Lebendigkeit und deine Freude am Leben.

Energiepower in der Praxis
Akupunktur
An manchen Körperpunkten konzentrieren sich die Energien, die deinen Körper durchfließen. Über diese Akupunkturpunkte kann ich auf diesen Energiefluss einwirken. In der Chinesischen Medizin stehen uns dazu nahezu 400 Akupunkturpunkte zur Verfügung und manche davon helfen, deine Energien zu stärken.
Moxibustion
Manchmal braucht es zusätzlich noch weitere Maßnahmen, die jedoch von deiner individuellen Symptomatik und Konstitution abhängig sind. Weist deine Symptomatik beispielsweise auf innere Kälte hin, ist die Moxibustion eine effektive Möglichkeit, sowohl Wärme, als auch gleichzeitig Energie aufzubauen.
Bei der Moxibustion - oder kurz dem Moxen - werden bestimmte Akupunkturpunkte mit Beifußkraut stimuliert. Schmerzhaft ist das nicht. Aber wohltuend und kräftigend. Ich liebe das Moxen wegen seiner Wirkung wirklich sehr, wenn auch der Geruch, der danach in meiner Praxis herrscht, gewöhnungsbedürftig ist und an abgestandener Kneipenluft erinnert.
Was ich aber sehr schätze, ist, dass du das Moxen sogar zu Hause durchführen kannst, nachdem wir die Vorgehensweise und die entsprechenden Akupunkturpunkte besprochen haben. Und so kannst du zu Hause die Therapie aus der Praxis weiterführen, um schnellstmöglich wieder in deine Kraft zu kommen.
Kräuter
Gerade Kräuter der Chinesischen Kräuterheilkunde sind sehr kraftvoll. Dabei ist die Chinesische Kräutertherapie etwas anders als unser westliches Pendant, denn es werden nicht nur Kräuter zusammengemischt, sondern nach altem Wissen in Rezepturen zusammengefügt. So eine Rezeptur enthält immer ein Hauptkraut mit einer Hauptwirkung, daneben aber andere Kräuter, die dem Kraut als Bote an das Zielgewebe bringen, Polizeikräuter, welche verhindern, dass andere Kräuter überschießend wirken oder harmonisierende Kräuter, die die Mischung abrunden.
Homöopathie und Co
Und Co... das sind meist die Schüßlersalze, die ich in meiner Praxis sehr gern verordne. Denn die eignen sich besonders gut, die Therapie zu Hause zu unterstützen. Sie sind einfach in der Anwendung und sehr sicher.
Bei der Homöopathie ist es etwas anspruchsvoller. Um ein passendes homöopathisches Mittel zu verordnen, bedarf es der genauen Symptomatik. Wie fühlst du dich... von Kopf bis Fuß? Da sind die Patientinnen schon manchmal sehr verwundert, was ich alles wissen möchte und wie differenziert ich die Beschwerden verstehen möchte. Wer aber schon einmal ein passendes homöopathisches Mittel eingenommen hat, wird beflügelt sein von der Kraft der Homöopathie.
Es gibt natürlich noch andere Methoden in der Naturheilkunde, um deine Kraft und deine Vitalität zu fördern. Aber egal, welche wir für dich nutzen, ein dauerhafter Erfolg stellt sich nur ein, wenn du deine Krafträuber erkennst und reduzierst. Habe den Mut zur Veränderung. Für dich. Für deine Vitalität. Für dein Leben.
Änderst du nichts, ändert sich nichts.
Melanie Aue

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Zu dem Unterschied in den Zellen biologischer und konventioneller Lebensmittel gibt es ein interessantes und anschauliches Buch von A. W. Dänzer "Die unsichtbare Kraft in Lebensmitteln, BIO und NICHTBIO im Vergleich"
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Quellen und Literatur
Eigene Aufzeichnungen aus meinen Fortbildungen
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17. Oktober 2024
Wichtige Hinweise:
In meinem Blog 'Natürlich. Gut zu wissen' findest du vielfältige Informationen zur Naturheilkunde. Dabei handelt es sich um Theorien zur Naturheilkunde, um Rezepte, Anleitungen, um Anregungen für Ihre Gesundheit, Gedichte oder Gedanken.
Und da ich als Heilpraktikerin die Welt nicht nur mit wissenschaftlichen Augen sehe, sondern auch geist-seelischen Prozessen einen großen Platz einräume, unterscheiden sich meine Theorien und Empfehlungen in diesen Artikeln von der pathophysiologischen Lehrmeinung der Schulmedizin und werden von dieser auch nicht anerkannt.
Letztendlich beruhen die hier aufgeführten Theorien und Anleitungen auf Erfahrungen einiger naturheilkundlicher Therapeuten und sind wirklich nur als Empfehlungen zur Selbsthilfe gedacht. Auf keinen Fall ersetzen sie den Besuch beim Arzt oder Heilpraktiker. Deshalb meine Bitte: Lass alle deine Beschwerden und Erkrankungen schulmedizinisch abklären, bevor du dich selbst behandelst.

